Die Renaissance eines Feindbilds: „der Russe“

Der russische Angriff auf die Ukraine ist gerade das Thema Nummer eins in der Öffentlichkeit, und bei der Verurteilung dieses Angriffskrieges sind sich ja im Grunde auch alle einig. Über die Vorgänge dort kann man sich ja hinreichend über verschiedene Medien, teilweise sogar über Ticker, informieren, daher möchte ich mal den Blick darauf richten, was denn dieser Krieg in unserer Gesellschaft so alles zum Vorschein bringt und wie man die Reaktionen unserer Politiker einordnen könnte.

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Warum sollte Russland die Ukraine angreifen?

Kürzlich wurde ja verlautbart, dass die CIA und das US-Militär davon ausgingen, dass Russland am 16. Februar die Ukraine angreifen könnte. Das las sich zwar alles recht spekulativ, zumal die Quellen nicht wirklich offengelegt wurden, sorgte aber dennoch allenthalben für Alarmstimmung. Ich hab mich im Zuge dieser Meldung dann mal gefragt, warum denn Russland überhaupt in die Ukraine einmarschieren sollte. Da ich so ad hoc nichts dazu im Internet finden konnte, hab ich diese Frage mal auf meiner Facebook-Wall gestellt. Und auch dort nur wenige Antworten bekommen, die zudem nicht sonderlich befriedigend waren.

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Säbelrasseln

In der Bundeswehr gab es gerade einen Skandal, und diesmal ging es dabei ausnahmsweise nicht um irgendwelche Neonazis in Uniform, sondern um Äußerungen des Vizeadmirals und Marinechefs Kay-Achim Schönbach. Dieser ist nämlich von der aktuellen Linie, welche die deutsche Außenpolitik dominiert, abgewichen – und musste daraufhin dann seinen Rücktritt einreichen.

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Der Diskurs verroht immer mehr – nicht nur von Rechtsaußen

Dass man mit AfD-Jüngern nicht manierlich diskutieren kann, schon gar nicht im virtuellen Raum, habe ich ja bereits vor einigen Jahren festgestellt, zudem haben beispielsweise auch schon Volker Weiß und Franziska Schutzbach in lesenswerten Artikeln attestiert, dass man Menschen, die offensichtlich vor allem das Interesse haben, einen offenen Diskurs zu sabotieren, nicht mit Argumenten begegnen kann. So weit, so ungut. Nun erlebe ich aber in den letzten Monaten zunehmend auch vonseiten eindeutig nicht rechtsaußen zu lokalisierender Personen ein derartiges Diskussionsverhalten, bei dem es nicht darum geht, Argumente auszutauschen, sondern eben den anderen niederzuschreiben und vor allem auf jeden Fall recht zu behalten. Eine sehr gefährliche Entwicklung, wie ich finde.

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Teile und herrsche wird salonfähig

Das Teile-und-herrsche-Prinzip gibt es ja schon seit den alten Römern („Divide et Impera“). Es ist ein Herrschaftsinstrument, was darauf basiert, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen, damit diese mit sich selbst beschäftigt sind und sich nicht um eine für sie schlechte Regierung und diejenigen, die davon profitieren, kümmern. Das wurde ja auch in den letzten Jahrzehnten recht unverhohlen praktiziert, zuvorderst war natürlich immer wieder die BILD mit dabei, die sich perverserweise auch immer noch als Medium geriert, das die Interessen der „kleinen Leute“ vertritt: Alt gegen Jung, Mann gegen Frau, Arbeitende gegen Arbeitslose, Christen gegen Muslime, Deutsche gegen Ausländer, Fleischesser gegen Vegetarier, Heterosexuelle gegen Homosexuelle, Autofahrer gegen Radfahrer – und jetzt kommt auch noch Geimpfte gegen Ungeimpfte dazu.

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