NOlympia Hamburg

Die Bewerbung Hamburgs für die Ausrichtung der Olympischen Spiele im Jahr 2024 wird ja zurzeit recht viel diskutiert, wobei die Hamburger Medienlandschaft da doch eher einseitig pro Olympia berichtet. Nun habe ich die Webseite NOlympia Hamburg entdeckt, die sich, wie der Name schon vermuten lässt, sehr kritisch mit dem Thema auseinandersetzt und einiges an guten Hintergrundinfos und Gegenargumenten präsentiert.

Dort finden sich beispielsweise Acht Olympia-Mythen, die gern und häufig vorgebrachte Argumente der Pro-Olympia-Fraktion aufgreifen und widerlegen, das Who’s who der Hamburger Olympiabewerbung, das aufzeigt, wer sich besonders für die Olympischen Spiele stark macht und vor allem auch in welcher Weise diese Personen/Institutionen davon profitieren, oder Fünf Ringe – fünf Gründe, wo entscheidenden Argumenten gegen die Spiele dargelegt werden. Die Seite ist also in jedem Fall einen Besuch wert, wenn man sich nicht nur an der „Feuer und Flamme für Spiele in Hamburg“-Kampagne (mittlerweile verständlicherweise nicht mehr online) berauschen möchte, sondern eben auch mal die andere Seite der Medaille kennenlernen möchte.

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Karl

Jahrgang 1969, ist nach einem Lehramtsstudium und diversen beruflichen Tätigkeiten seit 2002 freiberuflicher Lektor (Auf den Punkt). Nach vielen Jahren in Hamburg, lebt er nun seit November 2019 in Rendsburg. Neben dem Interesse für politische Themen ist er ein absoluter Musikfreak und hört den ganzen Tag Tonträger. An den Wochenenden ist er bevorzugt in Norgaardholz an der Ostsee und genießt dort die Natur.

4 Gedanken zu „NOlympia Hamburg“

  1. Hierzu erhielten wir folgenden Leserbrief von Mathias Schmitt:

    Naja, ich glaube eh nicht, dass Hamburg eine Chance hat – zum Glück. LA will ja für „die Spiele“ knapp 6.000.000.000 $ (sechs Milliarden) raushauen. Das ist dann doch eine Nummer zu groß. Und – in diesem Falle zum Glück – gibt die Kohle den Ausschlag bei der Gier der Sportfunktionäre. Außerdem gibt es auch noch Rom und Paris als Bewerber. Und ob eine Bewerbung überhaupt zustande kommt steht ja nicht fest. Es wird zwar immer behauptet, dass die Mehrheit der Hamburger dafür ist, aber ich halte das für Propaganda.

  2. Mit einem Positionspapier üben Hamburger Wissenschaftler(innen), die sich mit Stadtentwicklung und Großsportevents beschäftigen, deutliche Kritik am bisherigen Verhalten des Senats bezüglich der Information der Bürger über die Auswirkungen der möglichen Olympischen Spiele in Hamburg. Zudem werden dort die oft kommunizierten positiven Effekte von Olympischen Spielen für die Gastgeberstadt kritisch hinterfragt und widerlegt. Aber leider wird ja selten auf Fachleute gehört …

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