Polarisierung: Onlineshopping

Es geht in großen Schritten auf Weihnachten zu, was man unter anderem daran merkt, dass die Lebkuchen und Schokoherzen nach zwei Monaten in den Regalen des Einzelhandels bereits hart und unappetitlich werden. In den Fußgängerzonen werden die Stände aufgebaut, die Keller werden nach Dekoration durchsucht, und man sieht Lieferwagen an allen Ecken. Gerade der letzte Punkt wird durch die Medien (z. B. bei quer) wieder so stark polarisiert, dass Onlineshopping einmal mehr in Verruf gerät (was zuletzt Amazon zu spüren bekam). Dabei ist es wie mit fast allen Themen: eine Frage des Maßes.

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Elfmeter für die SPD …

… und die Partei schickt sich an, den bereitliegenden Ball nicht einmal ein bisschen anzustupsen. Diese Bild drängt sich mir gerade auf, wenn ich heute lese, dass die SPD nun wohl doch mit der CDU über eine weitere große Koalition (obwohl diese bei 53 % der Stimmen kaum noch ihren Namen verdient) verhandeln wird, nachdem am Abend nach der Bundestagswahl dies ja noch kategorisch ausgeschlossen wurde. Klar, die gescheiterten Sondierungsgespräche bauen da nun natürlich schon ein wenig Druck auf, da sowohl eine Minderheitsregierung (in welcher Form auch immer) oder Neuwahlen sich zurzeit keiner so richtig vorstellen kann. Doch m. E. liegt in genau dieser Konstellation eigentlich eine reichlich große Chance für die SPD – nur scheint diese dort keiner wahrzunehmen – oder wahrnehmen zu wollen.

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Einspruch, Roberto!

Roberto De Lapuente ist ja ein von mir sehr geschätzter Autor guter politischer Beiträge, meistens für neulandrebellen, von dem wir ja auch schon einiges hier verlinkt haben. Nun las ich letzte Woche seine Kolumne im neuen deutschland, in der er sich mit dem Verhalten von Linken gegenüber der AfD bzw. deren Politikern beschäftigte. Sein Tenor: Wenn man sich zu aggressiv gegen die Rechtspopulisiten äußert, dann verprellt man eventuell Wähler, die nur aus Protest die AfD gewählt haben, sich nun aber darin bestätigt fühlen, wenn ihre Politiker scharf angegangen werden, sodass man diese Menschen stärker an die AfD bindet. Gerade vor dem Hintergrund, dass AfDler sich grundsätzlich in der Opferrolle sehen („Alle gegen uns“ – damit haben die Böhsen Onkelz ja vor einiger Zeit auch schon mächtig Erfolg gehabt), erscheint dieser Einwand durchaus gerechtfertigt. Meine persönlichen Erfahrungen zeigen mir jedoch, dass es nicht ganz so einfach ist …

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Marktvolk vs. Staatsvolk

Ein Gastartikel von Heinz Peglau

Warum versagt die Politik bei den Steueroasen? Warum werden wir auch in Zukunft erfahren, dass die Reichen ihre Steuern vermeiden könnnen? Warum wird der Drang der Reichen, immer weniger Steuern zu zahlen, weiterhin auf fruchtbaren Boden bei den Staaten und ihren Politikern fallen, Sozialstaatlichkeit rückläufig und Umweltschutz halbherzig bleiben?

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Der Authentizitätsverlust bei Grünen und SPD ist unübersehbar geworden

Ein Gastartikel von Heinz Peglau

Klimaschutz zu fordern und durchsetzen zu wollen und dabei nur ordoliberal handeln zu wollen bezeichne ich als Unsinn. Dieses neoliberal versuchen zu wollen sogar als gefährlichen Unsinn. Genau daran aber krankt die grüne Authentizität. Nur den Märkten Rahmen zu setzen reicht hier nicht aus, und ihnen völlig freie Hand zu lassen, sich deren Willen politisch unterzuordnen, marktkonform zu handeln ist sogar fatal und damit dumm zu nennen.

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Was macht den Menschen zum Menschen?

Die beiden letzten Beiträge hier auf unterströmt möchte ich gern aufgreifen, um die dort aufgegriffenen Fäden zu verbinden. Auf der einen Seite leiden wir unter dem Druck, mit dem technischen „Fortschritt“ Schritt zu halten, und auf der anderen Seite leiden wir unter den Folgen dieser Lebensweise. Wie um alles in der Welt kann es sein, dass wir uns diesem Diktat des Konsums beugen? Wo sind die Vorteile, die wir uns daraus erhoffen oder erhofft haben? Und inwieweit nutzen wir diesen Fortschritt – oder sind wir der Nutzen?

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