Interessantes aus KW 23/2019

An dieser Stelle präsentieren wir regelmäßig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben müssen und die wir teilenswert finden. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!

1. Diese Woche möchte ich mit einem kleinen Beitrag von Square Idee (arte) beginnen, in dem wie üblich zwei Positionen zu einem Thema gegenübergestellt werden. Das 27-minütige Interview weist darauf hin, dass unsere nachhaltigen Energien vielleicht erst einmal gar nicht so nachhaltig sind. Nehmen wir die benötigten Ressourcen und den dabei entstehenden Müll (z.B. die Batterien von Elektroautos), ist und bleiben Konsumverzicht oder nachhaltige Produktion (Cradle to Cradle) das mit Abstand sinnigste Konzept. Die Sendung ist nur noch bis August online, daher ab in die Mediathek und mal selbst über das Thema sinnieren. [Dirk]

2. Da ist er wieder, der weiße alte Mann: In Sachen Klimaschutz offenbarte die Europawahl die unterschiedliche Gewichtung der Generationen in Sachen Umweltschutz und Klima. Wir müssen aufpassen, dass sich die Generationen nun nicht gegeneinander ausspielen lassen und die junge Generation ihr klar definiertes Ziel (hört auf die Wissenschaftler!) nicht aus den Augen verliert. Und vor allem hoffe ich, dass auch die ältere Generation den Wert der Erde zu schätzen lernt und nicht weiter auf die wirtschaftsgenormten Großparteien und ihr kleinkariertes Denken setzt. Ein sechsminütiger Bericht bei ttt (ARD) beleuchtet den Konflikt der Generationen. [Dirk]

3. Digitalisierung geht auch bürgerfreundlich und demokratischer, wie in diesem Artikel auf kontrast.at beschrieben. Interessante Entwicklung, die hoffentlich Schule macht! Warum sollte Derartiges nicht auch in Hamburg funktionieren?! Natürlich eine linke Aktion – wäre ja auch ein Wunder, wenn Innovationen, und dann auch noch bürgerfreundliche, aus der konservativen Ecke kommen würden ;-). [Gerald]

4. Die Bundeswehr macht Werbung. Im Fernsehen und auch auf Plakaten, die ich unterwegs in Hamburg gesehen habe. Mag sein, dass es bei einem aus der ersten Nachkriegsgeneration eher Unbehagen auslöst, für etwas zu werben, was mit Krieg zu tun hat, als für später Geborene. Aber die Art und Weise, in der die Werbebotschaften gestaltet waren, so in der Richtung „Prima Jobs in interessanten Berufssparten, gepaart mit Abenteuer in fremden Ländern …“, finde ich bedenklich. Über ein weiteres Beispiel für bedenkliche Bundeswehrwerbung geht es in diesem Telepolis-Artikel. Die Werbeleute passen jedenfalls zum Kompetenzniveau von Flintenuschi. [Gerald]

5. „Die Superreichen gefährden die Demokratie“ ist der Titel eines Essays von Colin Crouch auf Zeit Online. Nicht wirklich ein neues Thema, aber gut, dass eine solche Plattform dies verbreitet! Es wäre wohl an der Zeit, die armen Reichen von dieser Bürde zu befreien, indem man Obergrenzen für Privatvermögen einführt, was aber aufgrund der Macht in deren Händen sicher schwer durchzusetzen ist. Wie dies dennoch gelingen könnte, wird in diesen Telepolis-Artikel beschrieben (Teil 1 und 2 des Artikels sind ebenfalls zu empfehlen). [Gerald]

6. Die bereits erwähnten Superreichen kommen des Öfteren in Versuchung, ihre Milliarden in problematische Projekte zu investieren, wie dieser Telepolis-Artikel beschreibt. Überwachung und Vernetzung, und dann damit weitere Milliarden absahnen, völlig losgelöst von etwaigen Konsequenzen … Zeigt mal wieder deutlich, dass die meisten Superreichen Psychopathen sind und erinnert doch stark an die Charaktere, denen James Bond im Film immer wieder den Garaus machen muss. [Gerald]

7. Die Konsequenzen, die sich aus derartigen Projekten ergeben könnten, werden in diesem Artikel auf Spektum.de beschrieben. Ja, Elon Musk, ein Paradebeispiel für einen Größenwahnsinnigen, der ob seines Reichtums dazu in der Lage ist, den Wahnsinn auch noch verwirklichen zu können. [Gerald]

8. Die Amerikaner beginnen an ihrem sonst so gehätschelten Kapitalismus zu zweifeln, berichtet Spiegel Online hier. Möge sich dieser Zweifel vertiefen und verbreiten, denn er ist eben mehr als berechtigt! [Gerald]

9. Ein Interview mit Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung) im österreichischen Kurier beschäftigt sich mit den Nachbeben des Strache-Skandals. Klare Worte von einem klar denkenden und konsequent handelnden Prantl, wie ich es zu schätzen weiß. Und auch er fragt sich, warum ein solches Verhalten an der Europawahlurne nicht abgestraft wurde?! [Dirk]

10. Da hat sich unsere Weinkönigin … ähm … (V)Ernährungsministerin Klöckner (CDU) mal wieder so gezeigt, wie ich sie mir in meiner Fantasie auch vorzustellen gewohnt bin: posierend neben dem Nestlé-Chef Deutschland. Und dann schön bis zu den Knöcheln in seinen Allerwertesten geklettert (und sich für die zweite Lebenshälfte schon einmal einen ruhigen Posten bei Nestlé sichernd). Offene Worte hierfür findet Klaus Baum in seinem Blog Notizen aus der Unterwelt. [Dirk]

11. Der gemeinnützige Verein digitalcourage, stehts bemüht um den Schutz der Privatsphäre unserer Daten, vergibt jährlich den „Big Brother Award“. Dieses Jahr haben es auch wieder „die Richtigen“ zu Preisträgern in Amt und Würde geschafft. Details finden sich auf der Website des Vereins (der übrigens auch Spenden annimmt). [Dirk]

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Kollektiv

Gemischte Beiträge mehrerer Autoren.

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