In einem Artikel der NZZ war vor ein paar Wochen zu lesen, dass an Baden-Württembergs Schulen vom nächsten Jahr an das Fach „Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung“ eingeführt werden soll. Dazu gibt es zu Recht kritische Stimmen, die auch in dem Artikel zu Worte kommen. Vor allem treibt die grün-rote Landesregierung hier die Ökonomisierung der Schulausbildung voran: Es geht in erster Linie darum, möglichst gut verwertbare Humanressoucen auszubilden.
Autor: Karl
Interessantes aus KW 3/2015
An dieser Stelle präsentieren wir regelmäßig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben müssen und die wir teilenswert finden. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!
Agora
Nicht amerikanische Filme haben den Vorteil, dass man als Zuschauer auch mal Schauspieler präsentiert bekommt, die man sonst für gewöhnlich nicht so oft sieht. So ist es auch bei der spanisch-maltesischen Produktion Agora von 2009 (127 Min.), wobei sich sämtliche Mimen genauso wenig hinter den großen US-Stars verstecken müssen wie die wirklich gelungene Darstellung des antiken Alexandrias aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. hinter den Settings aus Hollywood-Blockbustern.
Von Hayek zu Sarrazin: Neoliberale Einfallstore für ausgrenzendes Denken
Gerade habe ich den sehr erhellenden Artikel von Partick Schreiner vom März 2014 auf annotazioni.de gelesen, der verdeutlicht, wie sehr Neoliberalismus zu ausgrenzendem, sprich: auch rassistischem, Denken führt. Danach wird einem klar, woher die Pegida-Leute ihr Weltbild haben …
Das Märchen vom Segen der Privatisierung
Privatisierung ist immer sinnvoll, unter privatwirtschaftlichen Gesichtspunkten geführte Unternehmen sind immer profitabler und effektiver als staatliche Unternehmen. Das sind so die Allgemeinplätze, die uns von neoliberalen Ökonomen, Politikern, Thinktanks und Medien immer wieder um die Ohren gehauen werden. Doch ist da wirklich etwas dran? Die Realität sieht leider vollkommen anders aus, denn die Privatisierung von relevanter gesellschaftlicher Infrastruktur hat in der Regel vor allem eines zur Folge: Gewinnmaximierung bei einigen wenigen auf Kosten der Allgemeinheit. Hier ein paar Beispiele für ein eklatantes Misserfolgsmodell, das uns immer noch und immer wieder als Erfolgsmodell verkauft werden soll.
Interessantes aus KW 2/2015
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Bodenatlas 2015
Die taz stellt in einem Artikel den Bodenatlas 2015 vor. Der Atlas umfasst 52 Seiten und liegt der Wochenendeausgabe der taz sowie bis Februar der Le Monde diplomatique bei. Da dürfte es sich lohnen, eines der beiden Printprodukte zu erwerben. In dem taz-Artikel erfährt man auch schon einiges über das wichtige Thema Böden, was zeigt, dass es nicht schaden kann, sich darüber mal etwas genauer zu informieren.
Nous sommes Charlie
Gestern wurde in Paris ein abscheulicher Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitung Charlie Hebdo verübt, bei dem mindestens zwölf Menschen starben und zahlreiche weitere verletzt wurden. Zwei Attentäter stürmten mit Schnellfeuergewehren das Gebäude und richteten ein Massaker an, nachdem sie dann mit einem Auto sofort die Flucht ergriffen. Das ist abstoßend, erschreckend und fürchterlich, und mein aufrichtiges Beileid und Mitgefühl gilt den Familien der Ermordeten. Was mir nun allerdings richtig Angst macht, sind die Reaktionen auf diesen bestialischen Anschlag.
Weitere musikalische Highlights des Jahres 2014
Auch die zweite Hälfte des Jahres 2014 hatte etliche sehr gute musikalische Veröffentlichungen vorzuweisen. Einige davon, über die man vielleicht nicht so ohne Weiteres stolpert, möchte ich hier kurz vorstellen.
Pegida
Die Pegida-Demonstrationen (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) sind ja zurzeit in aller Munde, und zum Glück formiert sich ja auch mittlerweile eine Gegenbewegung, die ihre Ablehnung dieses fremdenfeindlichen Gedankengutes in unterschiedlichsten Protestformen auf die Straße und in die sozialen Medien trägt. Für viele, so habe ich den Eindruck aufgrund des Äußerungen von Politik und Medien, kommen diese Pegida-Demonstrationen nun aus relativ heiterem Himmel, und man gibt sich überrascht ob dieser deutlichen und auch (zumindest in Dresden) von vielen Menschen unterstützten Bewegung. Mich selbst verwundert das Aufkommen von Pegida hingegen nicht wirklich …

