Kann man Gott beleidigen?

Mit dem oben genannten Titel und dem Untertitel „Der Streit um Blasphemie“ ist eigentlich auch schon der Kern dieser 52-minütigen Dokumentation auf arte beschrieben. Es geht um die fehlende Nachvollziehbarkeit des künstlichen Begriffs „Blasphemie“ (Gotteslästerung) bei Karikaturisten und Philosophen. Sicherlich ein kontroverses und, auch gerade in den heutigen Zeiten, nicht ungefährliches Thema für eine Auseinandersetzung mit Fundamentalisten und Fanatikern aller Glaubensrichtungen. Aber auch gemäßigte Anhänger des Christentums und des Islam sind wenig begeistert von solchen Tönen.

Es kommen auch Vertreter der wichtigsten Glaubensrichtungen zu Wort und erklären ihre Vorstellung, was Blasphemie in der heutigen Zeit bedeutet. Ist es nur ein Kampfbegriff, wie wir sie heute durch die ständige Polarisierung durch Populisten und Medien gewohnt sind? Oder ein Kunstbegriff, wie der Künstler Herrmann Nitsch ihn mit dem künstlichen Begriff „Porno“ vergleicht? Meinungsfreiheit und künstlerische Freiheit gegen den Respekt vor Religion und religiösen Gefühlen.

Sehenswert – und vielleicht ist nach dieser Dokumentation eine Gießkanne Toleranz und Mitgefühl das beste Rüstzeug, was man sich hieraus ableiten kann.

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Dirk

Jahrgang 1974, in erster Linie Teil dieser Welt und bewusst nicht fragmentiert und kategorisiert in Hamburger, Deutscher, Mann oder gar Mensch. Als selbstständiger IT-Dienstleister (Rechen-Leistung) immer an dem Inhalt und der Struktur von Informationen interessiert und leidenschaftlich gerne Spiegel für sich selbst und andere (als Vater von drei Kindern kommt dies auch familiär häufig zum Einsatz). Seit vielen Jahren überzeugter Vegetarier und trotzdem der Meinung: „Alles hat zwei Seiten, auch die Wurst hat zwei!“

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