Direkte Waffenlieferungen in Krisenländer

Na endlich werden auch die Handelswege mit den Waffen verkürzt: Deutschland liefert Waffen direkt ins Krisengebiet „gegen die ISIS“. Jahrelang musste der drittgrößte Waffenexporteur die Waffen über krisensichere Staaten in Kriegsgebiete verscherbeln, nun sparen sie sich dieses umweltschädliche Umherschiffen (nachgewiesen z. B. 1980 Rheinmetall-Affäre), und die Zwischenhändler stecken auch keine satten Gewinne mehr ein. Und weil unsere Politiker so viel Erfahrung mit dieser Art Entwicklungshilfe haben, liefern wir doch auch gleich das Personal mit!

Bitte entschuldigt diesen Sarkasmus, aber manchmal kann ich einfach nicht anders. Es gibt viele kritische Stimmen zu diesem Thema, wie die Dokumentation „Waffen für die Welt – Export außer Kontrolle“ zeigt. Aus meiner Sicht sind Waffen keine Lösung für irgendein Problem, aber ich habe auch keine kurzfristige Lösung parat. Lanfristig ist die Lösung relativ einfach: keine Waffen mehr produzieren. Denn was passiert mit den Waffen, wenn sich die Lage im Nordirak beruhigt hat? Verschrotten? Einschmelzen oder Vasen daraus produzieren? Es wird angenommen, dass mindestens 2/3 aller Waffen weltweit in Entwicklungsländern landen, direkt oder eben über Umwege.

Schauen wir mal, wie lange das eine Ausnahme bleibt oder wann die Ausnahme zur Regel wird …

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Dirk

Jahrgang 1974, in erster Linie Teil dieser Welt und bewusst nicht fragmentiert und kategorisiert in Hamburger, Deutscher, Mann oder gar Mensch. Als selbstständiger IT-Dienstleister (Rechen-Leistung) immer an dem Inhalt und der Struktur von Informationen interessiert und leidenschaftlich gerne Spiegel für sich selbst und andere (als Vater von drei Kindern kommt dies auch familiär häufig zum Einsatz). Seit vielen Jahren überzeugter Vegetarier und trotzdem der Meinung: „Alles hat zwei Seiten, auch die Wurst hat zwei!“

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