Schröder muss wieder Kanzler werden!

Wir brauchen ihn!

Denn wer sonst sollte Deutschland und seine Wirtschaft vor dem drohenden Untergang retten können, wenn nicht er?

Das deutsche Geschäftsmodell, mal wieder im Trudeln, wie schon Anfang des Jahrtausends, braucht eine Spritze. Keine mit Adrenalin, sondern eine finanzielle, eine für die, deren Gewinne drohen den Bach hinunter zu gehen. Und wer ist dazu besser geeignet diese zu geben, als die Menschen in den Betrieben und die, die von den Betrieben entweder nicht, nicht mehr oder noch nicht gebraucht werden?

Niemand, wer anderes denkt, der denkt nicht neoliberal, nicht im System – vielleicht aber besser als die, die nun eine erneute Agenda fordern. Nein gewiss nicht, wie komm ich bloß auf diese Idee?

Thomas Fricke wies heute darauf hin, dass die Deutsche Wirtschaft, bald sicherlich auch FDP und Union, diese neue, eigentlich alte Agenda fordern. Er fordert zwar anderes, als erneut das Gespenst der Agenda, aber wer hört schon auf Thomas Fricke? Der deutsche Michel und seine Michaela sicherlich nicht.

Was liegt da näher, als Schröder das Heft des Handelns wieder an die Hand zu geben? SPD und Grüne stehen sicher auch gern Gewehr bei Fuß, gäbe man ihnen diese Chance. Obwohl, wirklich gebraucht werden sie nicht, die Sozis zumindest nicht mehr.

Wer sollte die Renten, die Löhne und Gehälter, ja den Sozialstaat besser zur Abwertung einzusetzen wissen, als Schröder. Seine Erfahrung sollten wir nutzen, auf keinen Fall ungenutzt lassen, auch wenn andere sich diese Fähigkeiten längst angeeignet hatten.

10 Prozent die Renten runter, dem ALG II-Empfänger wieder die Daumenschrauben angesetzt – über Sanktionen ist hier viel zu sparen; die Arbeitnehmer in den Betrieben brauchen sowieso mal wieder eine Auffrischung, wer wirklich das Sagen hat – und schon gehts auch wieder mit dem Export, bleibt die Handelsbilanz schwarz, wird die Haushalts Null von den Nullen der Politik gehalten werden können, zum wiederholten Mal. Was spricht dagegen? Nichts!

Um das hier auch mal klar zu sagen, aber auf keinen Fall sollten wir uns darauf einlassen den Bossen und Bossinnen ihren Kaviar, ihren Hummer, ihren Champagner verleiden zu wollen. Ihnen vielleicht das Ticket in der Oper, in der Philharmonie, im Theater zu erhöhen. Tod denen, die die Vermögen und die Erbschaften angreifen oder über Steuern steuern wollen, es sei denn den Verbrauch der ärmeren Menschen – am Leben bleiben zu können, reicht doch völlig aus! – und den des schon leiderprobten Mittelstandes. Nein, das alles geht gar nicht.

Die Reichen und Schönen, die Konzerne zu verprellen, sie nur unwirsch werden zu lassen, das können wir uns einfach nicht leisten. Von ihnen Gehirnschmalz zu fordern, die Karre, welche sie in den Dreck gefahren haben, wieder herauszuziehen helfen, um Gottes Willen nein!

Dann lieber Leibeigenschaft, offiziell und nicht die versteckte über die Jobcenter.

Oder hat hier wirklich irgendeiner oder irgendeine etwas dagegen? Will hier wirklich jemand die reine Angebotspolitik seit Schröders Agenda 2010, und eigentlich schon vorher, beenden, nicht erneuern?

Nein?

Gut, dann können wir den alten Schröder ja wiederholen, denn nichts spricht dagegen und vieles spricht dafür.

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Heinz

Jahrgang 1958, am Leben interessiert, auch an dem anderer Menschen, von Rückschlägen geprägt. Nach diversen Tätigkeiten im Außendienst für mehrere Finanzdienstleister und zuletzt als Lehrkraft auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Ökonomie und Gesellschaft, den Kapitalismus in all seinen Formen zu verstehen und seit Jahren zu erklären ist meine Motivation. Denn ich glaube, nur wer versteht, wird auch Mittel finden, die Welt zu einer besseren Welt zu machen. Leid und Elend haben ihre Ursache im Unverständnis.

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