Interessantes aus KW 45/2022

An dieser Stelle präsentieren wir regelmäßig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben müssen und die wir teilenswert finden. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!

1. Twitter kommt nach der Übernahme durch den Milliardär und Tesla-Chef Elon Musk nicht zur Ruhe. Nachdem Musk gleich mal etwa die Hälfte der Belegschaft gefeuert hat, müssen nun wohl etliche der Geschassten wiedereingestellt werden, wie ein Artikel auf heise online berichtet, da ohne sie der Laden nicht vernünftig läuft. Das neu eingeführte Bezahlmodell erweist sich zudem als ziemlich fragwürdig und steigert die Beliebtheit des Kurznachrichtendienstes nicht gerade. Und die Werbeeinnahmen brechen auch ziemlich ein. Tja, vielleicht ist es doch keine so gute Idee, dass Einzelpersonen so große Vermögen anhäufen können, um sich derartige Kommunikationsinfrastruktur so einfach unter den Nagel reißen zu können. [Karl]

2. Anfang des kommenden Jahres wird „Hartz IV“ durch das sogenannte Bürgergeld ersetzt. Was da nun genau die Unterschiede zwischen diesen beiden Transferleistungen sind, erläutert Martin Staiger in einem Artikel in den Blättern für deutsche und internationale Politik. Und wenn er auch einige durchaus positive Ansätze ausmacht, so stellt er doch fest, dass vieles an diesem neuen Bürgergeld noch im alten Denken des Hartz-IV-Regimes verhaftet bleibt und es noch reichlich Verbesserungsbedarf gibt. Gute Übersicht mit nachvollziehbarer Kritik! [Karl]

3. Einmal mehr steht Deutschland auf der Bremse, wenn die EU versucht, ein Gesetz auf den Weg zu bringen. Dieses Mal geht es um das sogenannte „Lieferkettengesetz“, das die Verhältnisse in Zulieferländern signifikant verbessern soll. Danach könnten ausländische Firmen uns auch nach europäischem Gesetz verklagen, was für angemessene Entschädigungen sorgen würde. Ein entsprechender 10-minütiger Bericht bei monitor (WDR) zeigt, wie die deutsche Regierung eben nicht nur unsere Rechte gern mit marktwirtschaftlichen Füßen tritt, sondern auch die Rechte von Menschen in anderen Ländern. [Dirk]

4. Einkaufen im Supermarkt gehört für die meisten Leute zu den alltäglichen Verrichtungen. Allerdings lohnt es sich schon, sich da mal ein paar Gedanken zu machen, wie wir denn in den Supermärkten zum Kauf von Dingen verführt werden sollen, die wir eigentlich gar nicht haben wollen oder die nicht eben die günstigsten sind. In einem Artikel auf Utopia werden zwölf Tricks der Supermärkte aufgeführt, mit denen unser Einkaufsverhalten manipuliert werden soll. Gut zu wissen! [Karl]

5. Cathy Hummels ist eine Influencerin, die mit ihrem Kram bei Instragram eine erhebliche Reichweite hat. Und dabei gebärdet sie sich reichlich dreist, wie Nicole Diekmann in einem Kommentar auf t-online. feststellt – oder schamlos, wie man das auch nennen könnte. Sie macht nutzt nämlich das Thema Depression, um mit diesem Aufhänger dann irgendwelche Lifestyle-Schnickschnack zu vermarkten. Und verharmlost dabei diese Erkrankung auf eine reichlich obszöne Art und Weise. Das ist nicht nur reichlich ekelhaft, sondern lässt laut Diekmann im Grunde auch nur zwei Schlüsse zu: Entweder ist Cathy Hummels reichlich dumm oder komplett abgebrüht, wenn es ums Geldmachen geht. Beides keine guten Eigenschaften für jemanden, der von viel zu vielen offenbar als eine Art Idol angesehen wird. [Karl]

6. In einem Kommentar auf Netzpolitik.org kritisiert Constanze Kurz das Vorgehen der bayrischen Polizei gegen Klimaaktivisten, die dank der umstrittenen Änderung des Polizeiaufgabengestzes von 2018 nun bis zu zwei Monate ohne ein Gerichtsverfahren in Haft gesteckt werden dürfen. Damit tritt genau das ein, wovor Kritiker warnten, dass das PAG nämlich politisch motiviert eingesetzt wird und nicht der Terrorabwehr dient. So eine Praxis einer Haft ohne Gerichtsverfahren widerspricht jeglichen rechtsstaatlichen Grundsätzen – was mal wieder zeigt, dass die eigentlichen Verfassungsfeinde in unserem Land leider allzu oft in den Parlamenten sitzen und Regierungsämter bekleiden. [Karl]

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