Die Menschheit schafft sich ab

Wenn ein Wissenschaftler seine kabarettistische Ader entdeckt, dann kann das über das normale Maß an Unterhaltung und Frustration über die globalen Umstände hinaus noch einmal potenziert werden. Im Rahmen der SWR Tele-Akademie (ARD) liefert Harald Lesch einen 45-minütigen Vortrag zur Momentaufnahme unseres Selbstzerstörungswahns. Dabei geht er immer wieder auf die Auswüchse des Kapitalismus ein und erklärt auch anschaulich, wem die Entwicklung ökonomisch hilft (denn ökologisch wird es uns alle in den Ruin treiben, egal, wie viel Geld man auf die hohe Kante geschafft hat). Es gibt (derzeit?) nur eine Erde für uns, und die haben wir bald für uns selbst unbewohnbar gemacht.

Auch Harald Lesch hat so seine Eigenarten, und manchmal bin ich nicht einer Meinung mit ihm. Aber dieser Beitrag ist nicht nur hörenswert, sondern sollte in jeder Schule Pflichtprogramm sein. Eine sarkastische und elegant pointierte Darstellung unseres Selbstzerstörungstriebes: „Die Menschheit schafft sich ab“, 45 Minuten, bis 05.05.2023 verfügbar.

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Dirk

Jahrgang 1974, in erster Linie Teil dieser Welt und bewusst nicht fragmentiert und kategorisiert in Hamburger, Deutscher, Mann oder gar Mensch. Als selbstständiger IT-Dienstleister (Rechen-Leistung) immer an dem Inhalt und der Struktur von Informationen interessiert und leidenschaftlich gerne Spiegel für sich selbst und andere (als Vater von drei Kindern kommt dies auch familiär häufig zum Einsatz). Seit vielen Jahren überzeugter Vegetarier und trotzdem der Meinung: „Alles hat zwei Seiten, auch die Wurst hat zwei!“

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