Früher war alles besser?

Die „Ewiggestrigen“ finden, dass früher alles besser war. Das trifft auf einiges zu, so zum Beispiel das Klima oder das Vorkommen von Umweltgiften. Aber darum geht es meistens nicht, sondern in den meisten Fällen geht es um Rassismus, die Angst vor dem Fremden und der Zukunft. Aus meiner Sicht gehören unterschiedliche Meinungen zu einer demokratischen Gesellschaft dazu und, wie man so sagt: Das muss eine Demokratie aushalten. Allerdings eben nur, solange man seine Meinung nur verbal und ohne Beleidigungen vertritt und nicht durch Gewalt und Gewaltandrohungen.

Ich habe einen Vorschlag für die Ewiggestrigen: Schafft Euch ein Reich wie zu Zeiten des Kaisers selbst! Ihr startet eine Fundraising zum Erwerb eines ausreichenden Grundstücks (es gibt Regionen in Deutschland, wo viele Flächen brach liegen, und dort ist auch die Anreise für viele der Ewiggestrigen nicht so weit). Ich bin sicher, dass sich viele Spender*innen finden werden, die gut dafür zahlen werden, Euch aus ihrer Mitte der Gesellschaft entfernt zu wissen. Allerdings solltet Ihr dann auch konsequent sein: Was es zu Kaisers Zeiten nicht gab, wird zusammen mit dem verhassten Multikulti aus Eurem Alltag entfernt: Fernseher & RTL2, Mobiltelefone & Internet, McDonald’s & Dosenbier, Automobile & Urlaub, Computer & Playstation, moderne Medikamente und natürlich auch Supermärkte & industriell produzierte Nahrungsmittel.

Ich persönlich halte das allerdings nicht für eine gute Idee, weder für die Ewiggestrigen noch für den Rest der Gesellschaft. Ein langfristiges Konzept, dass auf Bildung und Aufklärung, soziale Sozialisation und Nächstenliebe, auf soziale Teilhabe anstatt Angstmacherei basiert und auch auf der linken Seite der Gesellschaft ein offenes Ohr für den Nachbarn und dessen Ängste hat, anstatt Steine auf Polizeibeamte zu schmeißen und Molotows auf Autos und Mülltonnen.

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Dirk

Jahrgang 1974, in erster Linie Teil dieser Welt und bewusst nicht fragmentiert und kategorisiert in Hamburger, Deutscher, Mann oder gar Mensch. Als selbstständiger IT-Dienstleister (Rechen-Leistung) immer an dem Inhalt und der Struktur von Informationen interessiert und leidenschaftlich gerne Spiegel für sich selbst und andere (als Vater von drei Kindern kommt dies auch familiär häufig zum Einsatz). Seit vielen Jahren überzeugter Vegetarier und trotzdem der Meinung: „Alles hat zwei Seiten, auch die Wurst hat zwei!“

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