Interessantes aus KW 1/2026

An dieser Stelle präsentieren wir regelmäßig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben müssen und die wir teilenswert finden. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!

1. Das war ja irgendwie zu erwarten: Das Wikipedia-Urgestein Mathias Schindler hat, wie ein Artikel auf Netzpolitik.org schildert, mehr oder weniger zufällig festgestellt, dass es auf den Seiten der Online-Enzyklopädie Artikel gibt, die komplett KI-generiert sind, nicht auf Tatsachen beruhen und sogar ausgedachte Quellen als Belege angeben. Das kommt zwar bisher noch sehr selten vor, aber man kann schon erahnen, dass auf diese Weise die Glaubwürdigkeit von Medien weiter torpediert wird. Und wer hat einen Nutzen davon? Natürlich vor allem rechte Hetzer, die es gern haben, wenn ihre Anhänger nicht mit Fakten konfrontiert werden, die nicht zur eigenen Weltanschauung passen. KI als nützliches Tool für Antidemokraten – hurra! [Karl]

2. Rechtsradikale bei der Bundeswehr? Gibt es ja leider immer wieder, und immer wieder ist dann auch von Einzelfällen die Rede. In Zweibrücken gab es nun gerade eine ganze Menge solcher Einzelfälle, die dann auch noch mit Mobbing, sexueller Nötigung und Drogenkonsum einhergingen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist wenig amüsiert darüber, dass die Führungsebene des Fallschirmjägerregiments wohl zunächst mal recht lasch auf die aufkommenden Vorwürfe reagiert und das Ganze laut einem Artikel des SWR nicht so richtig ernst nahm. Mich wundert das, ehrlich gesagt, nicht so sehr, denn rechte Tendenzen, gepaart mit Korpsgeist, sind ja nun leider ein Grundelement des Militärs. [Karl]

3. Das, was eine Berliner Handchirurgin einen Tag vor Silvester in einem Artikel in der taz beschrieb, ist dann leider mal wieder genauso eingetroffen: haufenweise Verletzte durch Böller, teilweise mit schweren lebenslangen Folgen. Was für ein Irrsinn, dass das jedes Jahr erneut in Kauf genommen wird, mal von den vielen verängstigten (und teilweise auch am Schock gestorbenen) Tieren, den ganzen Sachschäden, der absurd hohen Menge an Feinstaub, den Bergen von Müll und den überlasteten Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und in Krankenhäusern ganz abgesehen. Besser heute als morgen verbieten, den Unsinn! [Karl]

4. Grönland ist in den letzten Monaten immer mehr in den geopolitischen Fokus geraten, da der US-Despot Donald Trump offen verkündet hat, das Land für die USA in Besitz nehmen zu wollen. Dabei können sich Trump und seine Spießgesellen einiger antikolonialer Narrative bedienen, die in Grönland auf fruchtbaren Boden fallen, da Dänemark, wozu Grönland nach wie vor gehört, sich dort ausgesprochen schäbig verhalten hat, indem beispielsweise minderjährigen Inuit-Frauen zwangsweise Verhütungsspiralen eingesetzt wurden. Ebbe Volquardsen schildert in einem Artikel in den Blättern für deutsche und internationale Politik den aktuellen Stand der Dinge in und um Grönland. [Karl]

Kollektiv

Gemischte Beiträge mehrerer Autoren.

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