Star Wars 7 – Das Erwachen der Macht

Ich mache es kurz: WOW! Okay, vielleicht sollte ich es doch etwas detaillierter beschreiben, ohne jedoch viel von der (schon recht schwachen) Story vorwegzunehmen.

Als Erstes sei einmal gesagt, dass der Film auf keinen Fall die Erwartung befriedigen kann, die von der Generation 40+ über Jahrzehnte aufgebaut wurden. Das ist wie mit dem ersten Stückchen Schokolade, der ersten Barbie oder dem ersten Fahrrad/Auto: Das war einfach das Beste! Wenn man sich heute die alten Filme neutral anschaut, dann wird einem auch die flache schauspielerische Leistung von Luke Skywalker bewusst und die zur absoluten Nebenfigur geschriebene Rolle des Chewie (Chewbacca). So sind die Schwachstellen des neuen Teils der Saga keine anderen als schon die Schwachstellen der alten Teile … was den neuen Teil nur umso „authentischer“ macht.

Der neue Teil ist so sehr in der Tradition der ersten Star-Wars-Teile geschrieben, dass es mir teilweise schon fast zu nahe an den alten Teilen war. Das ist aber auch das Schlechteste, was ich über den neuen Teil „Das Erwachten der Macht“ schreiben kann. Die Charaktere wie dem Sturmtruppen-Kämpfer „Finn“ und der Wüstenbewohnerin „Rey“ werden mit ausreichend Tiefgang eingeführt, und gerade durch Finn bekommen wir ein anderes, detaillierteres Bild von den sonst so gesichtslosen Sturmtruppen. Das ganze Kung-Fu- und Zeichentricktechnik-Computergedöns wurde nicht wieder aufgegossen, und so bleibt ein ähnlich zeitloses Spektakel wie schon vor 40 Jahren mit den ersten Teilen der Saga.

Es ist einfach, Kritik zu üben, aber kaum eine Kritik ist nicht eins zu eins auch auf die alten Teile übertragbar. Und so wurde aus meiner Sicht ein würdiger neuer Teil im passenden Gewand der alten Trilogie geschaffen. Nicht nur durch die wiederkehrenden Charaktere aus alten Tagen, sondern gerade durch die gleichen Schwächen und Stärken des Skriptes und der Technik. Wenn es jemals einen Film im Geiste der alten Star-Wars-Teile gab, dann ist es dieser Film.

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Dirk

Jahrgang 1974, in erster Linie Teil dieser Welt und bewusst nicht fragmentiert und kategorisiert in Hamburger, Deutscher, Mann oder gar Mensch. Als selbstständiger IT-Dienstleister (Rechen-Leistung) immer an dem Inhalt und der Struktur von Informationen interessiert und leidenschaftlich gerne Spiegel für sich selbst und andere (als Vater von drei Kindern kommt dies auch familiär häufig zum Einsatz). Seit vielen Jahren überzeugter Vegetarier und trotzdem der Meinung: „Alles hat zwei Seiten, auch die Wurst hat zwei!“

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