Wenn man was (nicht) möchte, sollte man wen nicht wählen?

Immer häufiger höre und lese ich von Menschen, die ein bisschen daran verzweifeln, welcher Partei sie bei der Bundestagswahl die Stimme geben sollen. Da ist dann politikverdrossen von einer Wahl zwischen Pest und Cholera die Rede, und keiner der drei Kandidaten für die Kanzlerschaft erweckt hinreichend Sympathien. Ich schlage dann ja immer etwas ganz Verwegenes vor: sich mal mit den politischen Inhalten, für welche die einzelnen Parteien stehen, auseinanderzusetzen.

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Reden wir doch mal über Olaf Scholz

Im Zuge des Bundestagswahlkampfes wurde ja vor allem über die Kandidaten von CDU und Grünen, Armin Laschet und Annalena Baerbock, diskutiert. Dabei gibt es ja auch noch einen Dritten im Bunde, nämlich Olaf Scholz, und er und seine SPD scheinen zurzeit doch sehr von der Schlammschlacht und den Patzern der anderen beiden zu profitieren. Zeit also, auch mal Olaf Scholz in den Fokus zu rücken, denn der hat nun, auch wenn die meisten Deutschen ihn für den geeignetsten Kanzlern von den drei Bewerbern für das Amt halten und seine SPD mittlerweile sogar vor der CDU rangiert in Umfragen, auch einiges auf dem Kerbholz.

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Doppelmoral par excellence

Zurzeit wird ja mitunter recht heftig diskutiert, wie man denn mit Menschen umgehen soll, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen. Da ist von einem Impfzwang durch die Hintertür die Rede, wenn vorgeschlagen wird, dass sich Ungeimpfte bald auf eigene Kosten testen lassen müssen, was de facto für viele Menschen den Ausschluss von etlichen gesellschaftlichen Tätigkeiten, wie beispielsweise in ein Restaurant oder Kino zu gehen, bedeuten würde. Was mich dabei besonders wurmt, ist die Doppelmoral, die dabei mitschwingt, denn es ist ja nun so, dass die Befürworter von solchen Einschränkungen für Ungeimpfte oftmals gleichzeitig auch große Anhänger davon sind, dass global alle Menschen möglichst nicht schnell geimpft werden können.

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