Hate Speech im Netz stoppen!

Hetze im Internet wird völlig unverhohlen betrieben, und die Hetzer sind sich selten einer ernsten Schuld bewusst. Dabei ist das Androhen von Tod und Gewalt sicherlich kein Kavaliersdelikt und sollte die gleichen Konsequenzen haben wie im realen Leben. Bei campact startet nun eine Aktion für die ernste Verfolgung solcher Delikte und eine Ausweitung der Kompetenzen bei Polizei und der Staatsanwaltschaft. Außerdem geht es um Aufklärung in der Schule und die Einrichtung einiger Anlaufstellen für Opfer.

Ich finde eine überfällige Maßnahme: https://aktion.campact.de/hate-speech/appell-bundesweit/teilnehmen

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Dirk

Jahrgang 1974, in erster Linie Teil dieser Welt und bewusst nicht fragmentiert und kategorisiert in Hamburger, Deutscher, Mann oder gar Mensch. Als selbstständiger IT-Dienstleister (Rechen-Leistung) immer an dem Inhalt und der Struktur von Informationen interessiert und leidenschaftlich gerne Spiegel für sich selbst und andere (als Vater von drei Kindern kommt dies auch familiär häufig zum Einsatz). Seit vielen Jahren überzeugter Vegetarier und trotzdem der Meinung: „Alles hat zwei Seiten, auch die Wurst hat zwei!“

2 thoughts to “Hate Speech im Netz stoppen!”

  1. Gegen eine solche Aktion ist sicher wenig einzuwenden, allerdings finde ich es schon recht originell, dass das nun ausgerechnet von campact initiiert wird. Mit denen hatte ich nämlich schon häufiger mal Kontakt, nachdem es auf deren eigener Facebook-Wall immer wieder zugeht wie auf einer Präsenz des Rechtsaußenflügels der AfD: Fieseste Hetze, Beleidigungen, Gepöbel von AfD-Fans und anderen Rechten sind nämlich bei campact an der Tagesordnung bei bestimmten Themen (vorzugsweise allem, was etwas mit Geflüchteten zu tun hat), und die Admins und Moderatoren schreiten so gut wie nie ein oder sperren gar User, die sich offensichtlich Hate Speech bedienen, für ihre Seite.

    Da scheint die schiere Masse an Menschen wichtiger zu sein, die man als Follower hat, als das dort eine Diskussionskultur ohne Hass, Bedrohung und Beleidigungen angestrebt würde.

    Insofern ist mein erster Gedanke bei dieser Aktion: campact, wie wär’s denn mal, wenn Ihr vor Eurer eigenen Tür anfangt mit dem Kehren?

  2. Danke für den Hinweis, ich bin ja auf facebook und Co nicht unterwegs und kann mich noch erinnern, dass wir AVAAZ irgendwann links liegen gelassen haben. Ich kann mir gut vorstellen, dass Quantität gegenüber Qualität bei solchen Petitionsplattformen siegt. Allerdings ist es andererseits so, dass man wohl bei jedem größeren Laden auch Aspekte oder direkt Personal findet, was nicht dem eigenen Anspruch gerecht wird und daher ein genaues Abwägen nötig ist. Ich habe jetzt entschieden: Trotz der berechtigten Einwände lasse ich diesen Aufruf hier mal stehen. STOP HATE SPEECH!

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