Töpfe und Pfannen anstatt Böller zu Silvester …

… wenn es denn unbedingt sein muss.

Wer wirklich Silvestertraditionen pflegen will, die bösen Geister austreiben will, die Dämonen der Germanen, der soll sich Töpfe und Pfannen schnappen, draufhauen und brüllen und von mir aus so viel Lärm machen, wie er oder sie will. Das ist Tradition über Jahrhunderte gewesen und nicht dieses Herumgeballere, dieses nerv- und umwelttötende Gehabe der Neuzeit.

Es ist ein anderer Lärm als der Überschallknall von Kanonenschlägen, ein auch für die Tierwelt erträglicherer und vor allem einer, der weder Müll noch Feinstaub verursacht, der allerdings mehr Aktivität demjenigen abverlangt, der dies tun will, als nur mit dem Daumen ein Feuerzeug zu bedienen. Eine Aktivität, die sogar Spaß machen kann, nicht nur dem, der sie tut, sondern auch dem, der sie dann beobachten kann, teilhaftig der Freude werden kann und keine Angst ausstehen muss um Heim und Herd, um die Gesundheit.

Feuerwerkskörper sind keine Tradition, sondern pervertieren diese eher sogar noch, haben für mich sogar einen feudalen Touch, wenn ich bedenke, wer zuerst hier bei uns auf die Idee gekommen ist, und wann, Schwarzpulver auch zur Belustigung einzusetzen.

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Heinz

Jahrgang 1958, am Leben interessiert, auch an dem anderer Menschen, von Rückschlägen geprägt. Nach diversen Tätigkeiten im Außendienst für mehrere Finanzdienstleister und zuletzt als Lehrkraft auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Ökonomie und Gesellschaft, den Kapitalismus in all seinen Formen zu verstehen und seit Jahren zu erklären ist meine Motivation. Denn ich glaube, nur wer versteht, wird auch Mittel finden, die Welt zu einer besseren Welt zu machen. Leid und Elend haben ihre Ursache im Unverständnis.

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