Rassistischer Mord in Lübeck – Tat und Ermittlungsfehler endlich aufklären!

Das Brandanschlag in Lübeck auf das Flüchtlingsheim in der Hafenstraße 10 sorgte 1990 für viel Aufsehen, da dabei zehn Menschen ums Leben kamen und 38 weitere verletzt wurden, zum Teil schwer. Und schon damals zeigte sich ein Muster bei der Ermittlung zu dem Verbrechen, dass sich immer noch viel zu oft in der Polizeiarbeit wiederfindet: Blindheit auf dem rechten Auge.

So wurde trotz ziemlich eindeutiger Indizien vier Tatverdächtigen aus der Neonaziszene bisher noch nicht der Prozess gemacht, stattdessen wurde ein libanesischer Bewohner des Hauses angeklagt. Dieser erwies sich als unschuldig, und danach wurde der Fall zu den Akten gelegt. Dazu kamen dann noch zahlreiche „Pannen“ vonseiten der Polizei und Staatsanwaltschaft, wie man es oft bei rechtsextremen Straftätern kennt –  der NSU lässt grüßen.

Da Mord nicht verjährt, wurde nun eine Petition auf WeAct! gestartet, die einen Untersuchungsausschuss zu dem Geschehen fordert, in dem auch das Verhalten von den Ermittlungsbehörden thematisiert werden soll. Sinnvolle Sache, wie ich finde!

Weitere Infos und die Petition finden sich hier: https://weact.campact.de/petitions/hafenstrassenmordunvergessen-10-facher-rassistischer-mord-tat-und-ermittlungen-endlich-aufklaren-1.

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Karl

Jahrgang 1969, ist nach einem Lehramtsstudium und diversen beruflichen Tätigkeiten seit 2002 freiberuflicher Lektor (Auf den Punkt). Nach vielen Jahren in Hamburg, lebt er nun seit November 2019 in Rendsburg. Neben dem Interesse für politische Themen ist er ein absoluter Musikfreak und hört den ganzen Tag Tonträger. An den Wochenenden ist er bevorzugt in Norgaardholz an der Ostsee und genießt dort die Natur.

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