Heribert Prantl: Der Terrorist als Gesetzgeber

Ein politisches Buch von 2008 – welche Erkenntnisse sollte einem das noch bieten? Eine durchaus berechtigte Frage in unseren schnelllebigen Zeiten, allerdings ist es gerade aus heutiger Sicht hochinteressant, sich mit Heribert Prantels Analysen von vor fast zehn Jahren zu beschäftigen, da sie ziemlich genau die Entwicklungen beschreiben, die die deutsche Politik in Bezug auf Terrorismus seitdem genommen hat. Wobei ich mir kaum vorstellen kann, dass Prantl sein Werk als eine Art Bedienungsanleitung verstanden hat …

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Moonlight

Der Gewinner des Oscar in der Kategorie „Bester Film“ ist diesen Donnerstag in Deutschland angelaufen, und ich bin gleich Donnerstag mit meiner Frau in dem Film gestiefelt. Das Kino war nicht sehr gut besetzt, aber die Leute waren dafür um so interessierter (was man an dem fehlenden Gequatsche und Mobiltelefon-Gespiele im Kino bemerken konnte). Diese Aufmerksamkeit sollte man diesem Film auch zuteil werden lassen, da wichtige Ereignisse nur in Nebensätzen angedeutet werden. Der Film vom relativ unbekannten Regisseur Barry Jenkins ist eben kein typischer Hollywood-Streifen, bei dem einem jede Szene gut vorgekaut serviert wird!

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Colonia Dignidad

Chile im Jahr 1973: Daniel (Daniel Brühl) aus Deutschland lebt seit einige Monaten in Santiago und engagiert sich dort politisch für den Präsidenten Salvador Allende. Seine Freundin Lena (Emma Watson), die als Stewardess arbeitet, verbringt gerade ein paar Tagen bei ihm vor ihrem Rückflug nach Deutschland, als der Staatsstreich des Militärs unter General Augusto Pinochet die Demokratie in dem südamerikanischen Land beendet. Vor diesem realen Hintergrund wird in dem Film Colonia Dignidad die fiktive Geschichte der beiden Protagonisten entwickelt, die zudem ein besonders schändliches Kapitel der deutschen Politik in den Fokus des Geschehens rückt: die Sekte des Kinderschänders Paul Schäfer, die über 40 Jahre ihr Unwesen in der Abgeschiedenheit des chilenischen Hinterlandes trieb.

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Regeln für einen Ritter

Kein großes Stück Literatur, aber ein wirklich schönes! Das vierte Buch des Schauspielers Ethan Hawke trägt den Titel „Regeln für einen Ritter“ und kommt besonders handlich und kostbar aufgemacht daher: in grünem Leinen gebunden mit goldener Prägung im handlichen Taschenformat. Es erzählt die Geschichte eines fiktiven Vorfahren der Familie Hawke, der Ende des 15. Jahrhunderts von seinem Großvater zum Ritter ausgebildet wird.

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Europa – ein Kontinent als Beute

Ende Februar kommt der Dokumentarfilm „Europa – ein Kontinent als Beute“ von Christoph Schuch und Reiner Krausz in ausgewählte Kinos. Ein Blick auf die Webseite zum Film macht da großen Appetit auf den Streifen!

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Rayk Anders: Eure Dummheit kotzt mich an

Rayk Anders dürfte den meisten von Euch ja bekannt sein, schließlich verlinken wir hier auf unterströmt ja öfter mal auf seine Videos im Rahmen von Armes Deutschland oder Headlinez. Nun hat er das Medium gewechselt und ein Buch geschrieben, und das wartet gleich mal mit einem provokanten Titel auf, der zeigt, dass Rayk schon einiges auf die Nerven geht und er sich nun in schriftlicher Form Luft macht. Und das ist reichlich kurzweilig und lesenswert!

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Wolfgang Schorlau: Die schützende Hand

Der NSU-Komplex ist eine reichlich verworrene und verwirrende Angelegenheit – und leider nicht so im Fokus der Öffentlichkeit, wie er das eigentlich sein sollte. Wer ein wenig in diese Thematik vordringen möchte, dem sei das Buch Die schützende Hand von Wolfgang Schorlau ans Herz gelegt. In einer Mischung aus Fiktion und Realität bekommt man so einen sehr guten Überblick über die Geschehnisse, die im Tod von den beiden Rechtsterroristen und Mördern Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt führten.

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The Big Short

Die Finanzkrise von 2007/2008 ist ja immer noch sehr präsent, da dadurch die Staatsschulden vieler Länder aufgrund der sogenannten Bankenrettung in die Höhe getrieben wurden, was dann letztlich zur großen Wirtschaftskrise führte, die Europa immer noch im Griff hat. Dabei dürfte es vielen gar nicht genau bewusst sein, was diese Krise eigentlich ausgelöst hat. Genau das ist das Thema des Films „The Big Short“ von Regisseur Adam McKay aus dem Jahr 2015. Klingt vielleicht erst mal wenig spannend, ist zum einen hochinteressant und wird zum anderen ausgesprochen ansprechend präsentiert.

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