Im Roman „1984“ von George Orwell gibt es ein sogenanntes Ministerium für Wahrheit, was dafür sorgt, dass alle historischen Aufzeichnungen so geändert werden, dass sie das Handeln der Regierung als richtig und gerechtfertigt darstellen. Ein Erlebnis auf Facebook erinnert mich sehr an dieses Vorgehen – nur dass keine vergangenen, sondern aktuelle Aussagen entsprechend revidiert oder eben unterdrückt werden, wenn sie nicht zu einem bestimmten Narrativ passen.
Autor: Karl
Der Staat gegen Fritz Bauer
Kürzlich sah ich den Film „Der Staat gegen Fritz Bauer“ von 2015 auf DVD. Ich bin zuvor durch eine Vorschau darauf aufmerksam geworden, und das war dann auch ein ziemlicher Glücksfall, denn dieser Film ist nicht nur sehr spannend und unterhaltsam, sondern auch eine wirklich gute Geschichtsstunde.
Ampel
Nach dem ersten Sondierungspapier von SPD, Grünen und FDP, was dann auch von den Parteibasen genehmigt wurde, geht es nun in dieser Woche in die Koalitionsverhandlungen zur sogenannten Ampel. Auch wenn man natürlich froh sein sollte, dass die CDU, wenn diese Konstellation so hinhaut, nicht mehr an der Regierung ist, so ist das insgesamt wahrlich kein Grund zur Freude.
Das RKI mal wieder als Dienstleister der Bundesregierung
Na so was! Da kam doch gerade glatt raus, dass die vom Robert Koch Institut kommunizierte Impfquote zu niedrig sei. Also, eigentlich stand diese Aussage ja schon länger im Raum, nur eben nicht so prominent, sondern beispielsweise höchstens mal in einem Artikel auf den NachDenkSeiten vom 12. August. Aber das war ja auch noch vor der Bundestagswahl, und daher darf man sich dann wohl mal die Frage stellen, warum das denn nun gerade erst kurz nach dem landesweiten Urnengang auch hinreichend öffentlichkeitswirksam ans Licht kommt.
Corona-Politik: nach wie vor nicht vorausschauend
Das „Krisenmanagement“ unserer Bundesregierung während der Corona-Pandemie habe (nicht nur) ich ja schon öfter kritisiert. Nun zeigt sich gerade mal wieder, dass nach wie vor überhaupt nicht vorausschauend gedacht oder gar geplant wird, und das geht mal wieder zulasten der Bürger, in diesem Fall vor allem der Kinder.
Verbote
Verbote sind ja derzeit in aller Munde, vor allem weil gerade die politisch rechts Stehenden, also CDU/CSU und AFDP, nicht müde werden, dauernd vor zu vielen Verboten zu warnen. Die Grünen werden ja schon länger als Verbotspartei tituliert oder besser: diffamiert. Und auch die Linke darf sich immer wieder den Vorwurf anhören, alles Mögliche verbieten zu wollen. So sind Verbote zu einem politischen Kampfbegriff geworden, was mal wieder zu einer Verunsachlichung der Thematik beiträgt.
Wie verblödet kann man eigentlich sein?
Schon Ende der 80er-Jahre zu Abiturzeiten meinte ein Freund zu mir: „Alle Macht dem Volke? Gib dem mal lieber erst ein bisschen Hirn …“ Erschreckend, wie recht er damit hatte, was man ja gerade am Resultat der Bundestagswahl sehen kann. Dazu kommt natürlich die in den letzten 30 Jahren forcierte neoliberale Verblödung, sodass ich mich wirklich frage, wie schräg man eigentlich drauf kann …
Die CDU lässt zunehmend jeden Anstand fahren …
Der inhaltsleere Wahlkampf der CDU/CSU, bei dem es vor allem darum geht, den politischen Gegner zu diffamieren, ist ja schon reichlich schäbig, und zusammen mit dem beständig seine Untauglichkeit nachweisenden Kanzlerkandidaten Armin Laschet gehen die Zustimmungswerte in den Umfragen zurzeit auch reichlich in den Keller. Wer nun allerdings meint, dass sich die beiden Parteien mal eines Besseren besinnen und die Strategie wechseln würden, der sieht sich getäuscht. Vielmehr wird immer mehr vollkommen anstandslos vom CDU/CSU-Führungspersonal gehandelt, was vor allem zeigt, dass diese Truppe mittlerweile auf dem Niveau von verlogenen Rechtspopulisten wie Donald Trump angelangt ist.
Wenn man was (nicht) möchte, sollte man wen nicht wählen?
Immer häufiger höre und lese ich von Menschen, die ein bisschen daran verzweifeln, welcher Partei sie bei der Bundestagswahl die Stimme geben sollen. Da ist dann politikverdrossen von einer Wahl zwischen Pest und Cholera die Rede, und keiner der drei Kandidaten für die Kanzlerschaft erweckt hinreichend Sympathien. Ich schlage dann ja immer etwas ganz Verwegenes vor: sich mal mit den politischen Inhalten, für welche die einzelnen Parteien stehen, auseinanderzusetzen.
Spotify – keine gute Idee, wenn man Musik mag
Gerade las ich in der Musikzeitschrift eclipsed in einem Interview mit David Crosby, was der mittlerweile 80 Jahre alte Musiker über Spotify denkt, und das hat mich dann dazu angeregt, doch mal das gesamte Geschäftsmodell des Streamingdienstes zu hinterfragen.

