Wirklich alternativlos?

Es sind solche Dinge wie in einem lesenswerten Artikel in den Blättern für deutsche und internationale Politik über die derzeitige politische Situation in Südafrika, die einen schon ein Stück weit verzweifeln lassen: Korruption und Machtmissbrauch scheinen irgendwie Teil der kapitalistischen Demokratie zu sein, selbst bei Menschen, die irgendwann mal voller Ideale waren und sich für andere eingesetzt haben.

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Fake oder nicht Fake?

Diese Frage stellt man sich ja öfter, gerade in sozialen Medien, wenn man dort Meldungen liest. Allerdings ist das „Fake“-Gekeife gerade vonseiten der AfD-Fans und anderer Rechter mittlerweile schon so eine Art Reflex geworden, wenn sie irgendetwas entdecken, was ihnen nicht in den Kram oder ins Weltbild passt. So konnte ich das auch gerade bei einem Bild beobachten, was zum AfD-Programm ziemlich oft aus Facebook geteilt wurde, u. a. auch von Menschen wie beispielsweise Jutta Ditfurth, die ja über eine recht hohe Beitragsreichweite verfügen.

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Klare Kante gegen rechts? Nicht mit den Neoliberalen!

Ach, was haben sich alle aufgeregt, als die AfD nach der Wahl im September in den Bundestag eingezogen ist. Da spricht ja nun auch erst mal nichts dagegen, denn diese Rechtspartei ist nicht nur von ihrem Programm, sondern eben immer auch wieder von etlichen Aussagen ihrer Mitglieder her komplett inakzeptabel. Allerdings sieht man nun schon recht schnell, dass es sich bei den neoliberalen Parteien (d. h. CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne) dabei doch eher um Lippenbekenntnisse gehandelt hat. In der alltäglichen Parlamentsarbeit wird die AfD nämlich von diese Parteien nicht nur geduldet, sondern zum Teil auch noch unterstützt. Klar, rechtsextremes und neoliberales Denken passen ja auch nur allzu gut zusammen …

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Auschwitz. Das Projekt.

Auschwitz – es gibt wohl kaum ein Wort, was dermaßen für unvorstellbares Grauen steht. Der Film „Auschwitz. Das Projekt.“ von Emil Weiss, der gerade auf arte gezeigt wurde und dort noch in der Mediathek zu sehen ist, beschäftigt sich nun mit dem Gesamtkomplex rund um die polnische Stadt Oświęcim, der aus weitaus mehr als nur dem Vernichtungslager Auschwitz II – Birkenau bestand. Ein sehenswerter und erschütternder Blick auf die mit äußerster Präzision durchgeführte Entmenschlichung unter kranken ideologischen Vorzeichen.

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Meckern statt zustimmen

Vorletzte Woche habe ich anhand eines Bildes auf der Facebook-Seite „Mensch und Politik“ heute eine interessante Entdeckung gemacht bezüglich der User-Resonanz, sodass ich mir die Frage stellte, ob dieses Phänomen eventuell exemplarisch und auch ursächlich für die allerorten beklagte Verrohung des öffentlichen Diskurses gesehen werden kann. Ein paar Gedanken dazu …

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In der AfD ist alles erlaubt

Letzte Woche las ich einen Kommentar von Benjamin Konietzny auf der Website von ntv mit obigem Titel. Darin wird beschrieben, wie in der AfD jede rechtsextreme oder rassistische Ausfälligkeit dann doch irgendwie wieder geduldet wird. Konietzny verweist dabei auf einen moderaten Flügel der AfD, der dem völkischen Teil der Partei wenig entgegenzusetzen hat, wagt aber die Prognose, dass ein Großteil der AfD-Anhänger solcher Radikalisierung nicht eben positiv gegenüberstehen und enttäuscht werden dürfte, wenn dank Höcke, Gauland und Co. die AfD als Koalitionspartner für eine Regierung schon mal generell auch in Zukunft außen vor wäre. Dabei habe ich allerdings den Eindruck, dass Konietzny den Kern der AfD und ihrer politischen Strategie verkennt.

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Das Dilemma des deutschen Gesundheitswesens …

… wurde wohl eher unfreiwillig auf den Punkt gebracht von Georg Baum, dem Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft. In einem Artikel in den Blättern für deutsche und internationale Politik, in dem es um die nach wie vor miserable Arbeitssituation der allermeisten Hebammen und die daraus resultierenden Engpässe bei der Geburtshilfe geht, findet sich nämlich folgendes Zitat von ihm:

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NetzDG: Unsinn mit Ansage

Eigentlich sollte ein Artikel in der Zeit zur Anzeige wegen Volksverhetzung gegen Beatrix von Storch und Alice Weidel (beide AfD) in die letzten Wochenhinweise, doch dann kamen weitere Artikel zu dem Thema hinzu. Und da vermutlich in nächster Zeit immer mal wieder das seit 1. Januar in Kraft getretene Netzwerkdurchsetzungsgesetz thematisiert werden dürfte, schien es mir angebracht, dann doch einen eigenen Beitrag dazu zu verfassen.

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