Lobbyismus ist eine eigentlich sinnvolle Sache, da es ursprünglich ja nichts anderes besagte, als das Verbände, Vereine und Interessengruppen ihre Ansicht zu bestimmten politischen Vorgängen und Entscheidungen, die sie betreffen, in der Lobby des Parlaments an die Abgeordneten herantragen. Leider ist der Lobbyismus mittlerweile zu einer recht üblen Sache geworden, da er zum einen überhaupt nicht transparent geschieht und zum anderen sehr einseitig überwiegend nur Konzernvertreter Gehör finden. Und diese haben oft ausgesprochen unschöne Absichten.
Kategorie: Politisches
Wirtschaft, Kriegstreiber Nummer eins
Immer wieder wird aus wirtschaftlichen Interessen seitens der Politik gelogen und betrogen, und sogar illegale Angriffskriege werden vom Zaun gebrochen. Gerade ist es die Gasleitung „Nord Stream 2“, die nach der Vergiftung des russischen Regierungskritikers Alexej Nawalny infrage gestellt wird, und es wird so schnell, ohne eindeutigen Nachweise eines Täters, über die Einstellung der Gaspipeline geredet. Natürlich ist die Vergiftung eine Untat und sollte, wie jede Straftat, schnellstmöglich aufgeklärt werden. Der Einsatz eines russischen Giftes in Russland lässt auch scheinbar nicht viel Platz für Vermutungen. Auf der anderen Seite lässt mich die schnelle Reaktion auf wirtschaftlicher Basis hellhörig werden.
Luftnummer, die nächste: Klöckners Hunde-Verordnung
Als Hundebesitzerin befürworte ich strenge Verordnungen für Hundehaltung und -zucht natürlich durchaus. Allerdings ist das, was Julia Klöckner mit der geplanten Änderung der Tierschutzhunde-Verordnung aktuell vorlegt, höchstens als „ganz nett“ zu bezeichnen. Einen wirklichen Beitrag zu mehr „Tierwohl“ sehen ich darin nicht, weil grundlegende Probleme nicht berührt werden. Leider ist dies nur allzu symptomatisch für Frau Klöckner und passt einmal mehr in ihr Konzept „Viel Marketingaufwand, wenig Wirkung“.
Ein paar Gedanken zur Corona-Demo
Die Corona-Demonstration vom vergangenen Samstag in Berlin hat ja reichlich hohe Wellen im öffentlichen Diskurs geschlagen. Vor allem der Sturm von ein paar Hundert Demonstranten, darunter zahlreiche Rechtsextreme und Reichsbürger mit schwarz-weiß-roten Fahnen des Deutschen Reichs, in Richtung Reichstag, der dann auf dessen Treppe von einer Handvoll Polizisten gestoppt werden konnte, erhitzt die Gemüter. Ich hab mir auch ein paar Gedanken zu den Vorkommnissen gemacht, die das Ganze ein bisschen einordnen und eben nicht nur beim bildgewaltigen Treppensturm stehen bleiben sollen.
Der brave deutsche Untertan liebt CDU-Minister Spahn
Kürzlich las ich eine Meldung, dass sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und sein Mann in Berlin eine Villa für über vier Millionen Euro kaufen würden. Und das wurde dann auch im Netz diskutiert, wobei ich es schon erstaunlich fand, wie viele es gab, die Spahn nun gegen Kritik an diesem Verhalten in Schutz nahmen – lauter kleine Diederich (und Diederichline) Heßlings, die einen Minister anscheinend umso großartiger finden, je mehr dieser sich feudalistisch gebärdet.
Menschliche Wahrnehmung
Fast jeden Tag lese ich neue Meldungen zum Klimawandel und zur Umweltzerstörung: Der Golfstrom wird schwächer, die schlimmsten Berechnungen der Klimaforscher scheinen einzutreffen, zwei theoretische Physiker geben unserer Zivilisation gerade noch maximal vier Jahrzehnte – wegen der anhaltenden Entwaldung.
Knorr nennt „Zigeunersauce“ nun „Paprikasauce ungarische Art“ …
… und der rechte Mob tobt natürlich gleich mal wieder und sieht den Untergang des Abendlandes heraufziehen! Das war doch schon immer so, dass diese Tunke so hieß, das ist Tradition, das sei doch gar nicht diskriminierend, so lauten die vorhersehbaren „Argumente“, die jedoch allesamt nicht greifen.
Smartphone vs. Politik
Auf mich selbst wirkt der Titel schon verwirrend, denn warum nicht beides? Als wären diese beiden Dinge unvereinbar. Nein, das sind die absolut nicht, aber wenn ich auf die Straße gehe und Menschen frage, was mit ihrer Lebensrealität mehr zu tun hat, dann ist es meistens das Smartphone, was als täglicher Begleiter ein Kernelement des Lebens angeführt wird. Die Politik ist häufig etwas Fernes und Abstraktes, hinter verschlossenen Türen und von anderen gemacht. Aber ist das wirklich so?
Die SPD, Olaf Scholz und die breite Mitte
Als politisch sehr interessierter Wähler, dessen einzige Ideologie der Wunsch nach einer gerechten und nachhaltigen Welt ist, wurde ich kürzlich, nachdem ich mich negativ über Olaf Scholz als Kanzlerkandidat geäußert habe, aufgeklärt, dass man ja die breite politische Mitte ansprechen müsse. Aber wer ist eigentlich gemeint mit der breiten politische Mitte?
Wie man mit purem Populismus punktet: Markus Söder
Kürzlich sah ich ein Bild von der NDR-Satiresendung Extra 3 zu Markus Söder, der ja von vielen (vor allem alten weißen Männern, auch aus dem eher linken Spektrum) vor einigen Monate für seine Macherqualitäten in der Corona-Krise gefeiert wurde. Und dieses Bild zeigt auf einfache Weise, dass bei Söder viel Schein und sehr wenig Sein vorhanden ist.

