iHuman

Noch bis zum 19. 7. 2020 zeigt arte die 96-minütige Dokumentation „iHuman“ in voller Länge. Der norwegische Film von Tonje Hessen Schei zeigt Einblicke in die künstliche Intelligenz, Konzernmacht und soziale Kontrolle in unserer digitalisierten Welt. Es geht weniger um den technischen Background, sondern um die moralischen Bedenken und gesamtgesellschaftlichen Veränderungen, die eine künstliche Intelligenz der Gesellschaft bringen wird. Außerdem wird auch viel über das Sammeln und Auswerten jeglicher Daten berichtet, vor allem durch Konzerne. Stimmungsvoll mit Musik hinterlegt, sehr kritische Stimmen aufgegriffen und mit den weltweit führenden Charakteren gesprochen (wobei es wieder erschreckend ist, dass es fast nur männliche Gesprächspartner gibt).

arte (Herkunft: ZDF), 97 Minuten, noch bis zum 19. 7. 2020:
https://www.arte.tv/de/videos/081590-000-A/ihuman/

 

Ich stieß darauf durch ein Interview mit Richard David Precht bei ttt (ARD) im Rahmen seiner Buchveröffentlichung „Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens“, ein nicht wenig großer Anspruch für ein Buch, den Sinn des Lebens zu thematisieren. So hatte bereits David Hume (1711-1776) für sich entdeckt, dass wir Entscheidungen aus einem Gefühl heraus treffen und diese im Nachhinein mit unserem Intellekt begründen und rechtfertigen. Wie viel Menschlichkeit macht unsere vermeintliche Intelligenz aus und welche Bestandteile sind vielleicht viel entscheidender für menschliches Verhalten und Empfinden?

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Dirk

Jahrgang 1974, in erster Linie Teil dieser Welt und bewusst nicht fragmentiert und kategorisiert in Hamburger, Deutscher, Mann oder gar Mensch. Als selbstständiger IT-Dienstleister (Rechen-Leistung) immer an dem Inhalt und der Struktur von Informationen interessiert und leidenschaftlich gerne Spiegel für sich selbst und andere (als Vater von drei Kindern kommt dies auch familiär häufig zum Einsatz). Seit vielen Jahren überzeugter Vegetarier und trotzdem der Meinung: „Alles hat zwei Seiten, auch die Wurst hat zwei!“

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