Sonia Mikich hat in einem etwa zweiminütigen Kommentar in der Tagesschau das Dilemma des Journalismus in der heutigen Zeit gut auf den Punkt gebracht – zwar wohl eher unfreiwillig, aber das merkt sie vermutlich in ihrem Elfenbeinturm noch nicht einmal.
Interessantes aus KW 49/2016
An dieser Stelle präsentieren wir regelmäßig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben müssen und die wir teilenswert finden. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!
Unravel
Über einen Artikel auf der Webseite Utopia bin ich auf einen kurzen Film gestoßen, in dem die Absurdität unseres Konsumverhaltens gut sichtbar gemacht wird, und zwar anhand eines Einblicks in den Alltag von Frauen in der nordindischen Stadt Panipat. Dort landet tonnenweise Kleidung, die in westlichen Ländern entsorgt wurde und die nun in Indien recycelt wird, indem zunächst Garn daraus hergestellt wird, das dann wiederum zu Decken verarbeitet wird.
Personalchefs sind unzufrieden mit Uni-Absolventen
So titelte gestern ein Artikel auf Spiegel Online. „Ach was?!“, möchte man entgegnen, denn das ist nun, wenn man sich ein wenig in den letzten Jahren mit Bildungspolitik beschäftigt hat, eben auch nicht gerade überraschend. Laut einer Erhebung des Ifo-Instituts seien vor allem die Betriebe, in denen überwiegend Absolventen von Bachelor- und Master-Studiengängen beschäftigt sind, zunehmend unzufrieden mit deren Kompetenzen: Die Berufseinsteiger seinen „unselbstständig, könnten keine Probleme lösen und hätten eine schlechte Allgemeinbildung“.
Afghanistan-Adventskalender
Wer Lust und Zeit hat, einige interessante Geschichten von afghanischen Flüchtlingen zu lesen, dem sei der „Afghanistan-Adventskalender“ ans Herz gelegt.
Interessantes aus KW 48/2016
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Wolfgang Schorlau: Die schützende Hand
Der NSU-Komplex ist eine reichlich verworrene und verwirrende Angelegenheit – und leider nicht so im Fokus der Öffentlichkeit, wie er das eigentlich sein sollte. Wer ein wenig in diese Thematik vordringen möchte, dem sei das Buch Die schützende Hand von Wolfgang Schorlau ans Herz gelegt. In einer Mischung aus Fiktion und Realität bekommt man so einen sehr guten Überblick über die Geschehnisse, die im Tod von den beiden Rechtsterroristen und Mördern Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt führten.
Arbeitsplätze als Argument
Ein oft verwendetes Argument von Politikern und vieler Medien, wenn es darum geht, bestimmte Maßnahmen nicht durchzuführen oder Gesetze nicht zu erlassen, ist, dass es dann zum Verlust von Arbeitsplätzen kommen würde. Das erscheint ja auch immer ein Stück weit nachvollziehbar, denn schließlich ist Massenarbeitslosigkeit ein ausgesprochen präsentes Problem in unserem Land, und das soll nicht weiter vergrößert werden. Allerdings ist mir aufgefallen, dass dieses Argument der Arbeitsplatzsicherung doch schon sehr einseitig zur Anwendung kommt …
Interessantes aus KW 47/2016
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The Big Short
Die Finanzkrise von 2007/2008 ist ja immer noch sehr präsent, da dadurch die Staatsschulden vieler Länder aufgrund der sogenannten Bankenrettung in die Höhe getrieben wurden, was dann letztlich zur großen Wirtschaftskrise führte, die Europa immer noch im Griff hat. Dabei dürfte es vielen gar nicht genau bewusst sein, was diese Krise eigentlich ausgelöst hat. Genau das ist das Thema des Films „The Big Short“ von Regisseur Adam McKay aus dem Jahr 2015. Klingt vielleicht erst mal wenig spannend, ist zum einen hochinteressant und wird zum anderen ausgesprochen ansprechend präsentiert.

