Nach einer etwas längeren Pause möchte ich mal wieder meine kleine Reihe der Zeitgeistphänomene fortsetzen und mich daher mit etwas beschäftigen, was zuvor auch schon länger viele Menschen betrifft, nun aber gerade durch die Corona-Pandemie teilweise sehr stark zugenommen hat: Einsamkeit.
Kategorie: Politisches
Der Markt regelt das: Marmetube
Umwelt- und Klimaschutz sind ja eigentlich in aller Munde, und viele Menschen machen sich ernsthafte Gedanken darüber, wie sie denn ihren Lebensstil nachhaltiger gestalten könnten. Klar, vieles kann der Einzelne nicht ändern, da müssten dann Gesetze her – vor allem wenn man sieht, wie „der Markt“, der ja laut neoliberalen Plaudertaschen angeblich alles regeln soll, mit dem Thema umgeht. Ein bezeichnendes Beispiel dafür: Marmetube.
Die Fußball-EM und der Regenbogen
Für viel Aufregung sorgt gerade die Entscheidung der Uefa, einen Antrag des Münchner Stadtrates abzulehnen, der zum Inhalt hatte, das Münchner Stadion beim EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Ungarn in Regenbogenfarben zu illuminieren. Hintergrund dieser Aktion: Das rechtsextreme Regime von Victor Orbán hat kürzlich in Ungarn ein stark kritisiertes homosexuellenfeindliches Gesetz erlassen, und hiergegen sollte dann eben mit den Farben der LGBTQ-Bewegung ein entsprechendes Zeichen gesetzt werden. Dass die Uefa dabei nicht mitspielt, wundert mich, ehrlich gesagt, nicht. Und auch die Aufregung vieler, die inhaltlich zwar sehr gerechtfertigt ist, hat für mich einen schalen Beigeschmack.
Die Delta-Variante
Zurzeit wird ja die in den letzten Wochen aufgrund von sinkenden Infizierten- und Opferzahlen verbesserte Corona-Stimmung wieder etwas getrübt durch die sogenannte Delta-Variante, die in Großbritannien mittlerweile der vorherrschende Typ des Coronavirus ist und dort bereits wieder für steigende Inzidenzwerte sorgt. Das sollte einen nun nicht wirklich überraschen, ist es nämlich eine direkte Folge der globalen Corona-Politik – und ich schätze mal, dass es etlichen Politikern auch ganz gelegen kommt.
Die Grünen als Verbotspartei: So funktioniert Indoktrination
Das Image, eine „Verbotspartei“ zu sein, haben die Grünen ja schon seit längerer Zeit weg. Spätestens seit der Idee des „Veggie-Days“ 2013, die dann im Bundestagswahlkampf von rechten Politikern und Medien genüsslich (und überwiegend unsachlich) ausgeschlachtet wurde, kommt diese Diffamierung immer wieder zum Vorschein, wenn es darum geht, sich nicht inhaltlich mit den Grünen auseinanderzusetzen, sondern eben einfach lieber ein bisschen Stimmung zu machen. Gerade aktuell wird das auf besonders dreiste Weise betrieben, und ganz vorn mit dabei ist die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), einer der übelsten neoliberalen Lobbyvereine unseres Landes.
Preiserhöhungen oder Verbote?
Die Argumentation, höhere Preise für den Klimaschutz würden finanziell Schwächere benachteiligen und Bessergestellte dadurch ihr Verhalten je weniger ändern, umso mehr sie besitzen, ist wohl grundlegend richtig. Zudem gehören Vermögende ja zu den Leuten, die den Klimawandel vorantreiben und dabei keine Kosten scheuen.
Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Vorletztes Wochenende hat Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag gewählt, und urlaubsbedingt komme ich erst jetzt dazu, etwas darüber zu schreiben. Na ja, ist ja aber irgendwie auch eigentlich komplett egal, denn was soll man da noch viele Worte verlieren?
Und jetzt: Corona digital
Der Lockdown und die Kontaktbeschränkungen haben die Menschen in die digitale Welt gezwungen, und so gab es neben vielen Toten und langfristig Geschädigten auch einige Gewinner:innen: Onlinehandel, Masken- und Impfstoffproduktion und die Digitalisierung an den Schulen. Kinder haben teilweise Medienkompetenzen errungen, und die Schulen und Lehrkräfte wurden ebenfalls im Umgang mit digitalen Werkzeugen geschult. Jetzt lockern sich langsam die Kontaktbeschränkungen, Reisewarnungen werden aufgehoben und Homeschooling und -working werden wieder zurückgefahren. Was haben wir noch aus dieser Pandemie an positiver Entwicklung mitgenommen?
Heuchler!
Gerade sag ich auf der Facebook-Wall von Cem Özdemir (Grüne) ein Posting, indem er um die Opfer des NSU trauert und weitergehende Aufklärung einfordert. War da nicht gerade was mit dem NSU und den Grünen?
Baerbock und der Benzinpreis
Das hat aber gerade für mächtig Aufregung gesorgt: Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat angekündigt, dass sie im Falle eines Wahlsiegs ihrer Partei den Benzinpreis schrittweise um 16 Cent pro Liter anheben möchte. Dies soll dabei helfen, dass Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen kann, wozu der Verkehr bisher doch recht wenig beiträgt. An und für sich ein guter Ansatz, wie ich finde, nur leider noch reichlich unausgegoren.

