Zeitgeistphänomen Misstrauen

Vor Kurzem habe ich mich ja schon mal mit dem Zeitgeistphänomen Angeberei beschäftigt, jetzt möchte ich mich einer anderen zeittypischen menschlichen Verhaltensform zuwenden, dem Misstrauen. Dieses ist mittlerweile so dominant im Denken und Handeln vieler Menschen geworden, dass es mitunter schon fast paranoide Züge annimmt. Vor allem wird auf diese Weise von vielen das Schlechte als grundsätzlich angenommen, auch wenn ihnen gerade wirklich niemand etwas Böses will, sondern das Gegenteil der Fall ist.

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Was sich der Mensch einbildet

Weil eine sprachbegabter Affe sich selbst eine eigenständige Artenbezeichnung gegeben hat, darf sich ein durchschnittlich aufgestelltes Säugetier nun dem elitären „Homo sapiens“ zugehörig fühlen (dem einzigen Überlebenden der Gattung „Homo“). Ein Großteil der Menschen hält sich für die Krone der Schöpfung und benimmt sich auch entsprechend: Tiere werden als Dinge behandelt, Pflanzen sowieso. Aber was zeichnet uns Menschen wirklich als etwas Besonderes aus?

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Zeitgeistphänomen Angeberei

Angeregt von meinem Artikel letzter Woche über die Empathielosigkeit der Deutschen, habe ich mir überlegt, eine kleine Serie von Phänomenen zu schildern, die unseren derzeitigen Zeitgeist in Deutschland prägen bzw. Ausdruck dessen sind. Dieser werden sich teilweise überschneiden und/oder bedingen bzw. beeinflussen, mitunter ähnliche Ursachen haben, in jedem Fall aber Symptome der heutige Zeit beschreiben mit dem Versuch, diese ein wenig einzuordnen.

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Der empathielose Deutsche

Vor einiger Zeit schrieb ich hier auf unterströmt ja schon mal einen Artikel zur zunehmenden Verrohung unserer Gesellschaft, und gerade jetzt manifestiert sich diese Entwicklung wieder mal massiv, sodass man als empathischer Mensch nur noch das Grausen bekommen kann: Im Umgang mit Griechenland zeigt die deutsche Politik, insbesondere in Person von Wolfgang Schäuble, gerade, dass menschliche Schicksale vollkommen egal sind, wenn es darum geht, auf die Einhaltung von Prinzipien zu bestehen. Und erschreckenderweise finde das auch noch viele Deutsche gut und richtig.

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Sarah Wiener darf Werbung im Focus machen …

… und das Ganze wird dann als redaktioneller Beitrag präsentiert. Das ist die Quintessenz dessen, was Focus unter Qualitätsjournalismus versteht. Doch der Reihe nach: Heute sah ich mehr oder weniger zufällig einen Focus-Artikel, in dem sich die sogenannte Starköchin Sarah Wiener darüber auslässt, dass veganes Essen nicht unbedingt toll sein muss. Sojamilch sei so künstlich wie Cola, meint sie, und auch sonst haben viele vegane Produkte ausgesprochen chemische Zutaten, sodass man lieber auch mal ein schönes Stück Fleisch essen und richtige Milch verwenden sollte. Das ist nun keine vollkommen verwerfliche Ansicht, allerdings hat das Ganze ein ziemlich übles Geschmäckle, wenn man sich vor Augen führt, dass Sarah Wiener nicht nur als Köchin derartige Produkte verarbeitet, sondern auch noch auf andere Art und Weise damit zu tun hat.

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