Divide et impera und die Babyboomer

Die Redewendung „Divide et impera“ – teile und herrsche – ist mehr als nur eine Redewendung. Sie ist Fakt und Anleitung zur Herrschaft, und sie war Fakt und Anleitung zur Herrschaft. Kein Verhalten der Macht, der Mächtigen war jemals und wird jemals erfolgreicher sein. Kein Verhalten der Macht, der Mächtigen war jemals niederträchtiger und wird jemals niederträchtiger sein. Kein Verhalten der Macht, der Mächtigen übt für die Macht, die Mächtigen eine größere Versuchung aus, verleitet sie mehr zur „Versündigung“ an den Menschen und an den Werten, auch an den eigenen, wenn sie der Macht, den Mächtigen im Wege stehen.

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Kann man Gott beleidigen?

Mit dem oben genannten Titel und dem Untertitel „Der Streit um Blasphemie“ ist eigentlich auch schon der Kern dieser 52-minütigen Dokumentation auf arte beschrieben. Es geht um die fehlende Nachvollziehbarkeit des künstlichen Begriffs „Blasphemie“ (Gotteslästerung) bei Karikaturisten und Philosophen. Sicherlich ein kontroverses und, gerade auch in den heutigen Zeiten, nicht ungefährliches Thema für eine Auseinandersetzung mit Fundamentalisten und Fanatikern aller Glaubensrichtungen. Aber auch gemäßigte Anhänger des Christentums und des Islam sind wenig begeistert von solchen Tönen.

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Exclusiv im Ersten: Grenzen dicht!

Letzte Woche gab es in der ARD die sehenswerte Reportage „Exclusiv im Ersten: Grenzen dicht!“. Das Team um Shafagh Laghai war in Mali und im Niger unterwegs, um zu schauen, wie dort mit EU-Mitteln Flüchtlingsabwehr betrieben wird, sodass man schon sagen kann, dass die EU-Außengrenze auf diese Weise mitten in Afrika verläuft bzw. dorthin verschoben wurde. Auf diese Weise wird exemplarisch aufgezeigt, wie die EU nicht nur selbst weitere Fluchtursachen schafft, sondern auch die Menschenrechte mit Füßen tritt, da auf diese Weise bewusst der Tod von vielen Menschen in Kauf genommen wird.

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So funktioniert Patriotismus

Patriotismus ist ja in Deutschland wieder alltäglich geworden seit etwa 2005, und über die verschwimmenden Grenzen zum Nationalismus sowie dessen Anteil am Rechtsruck der letzten Jahre habe ich ja schon einige Mal hier auf unterströmt etwas geschrieben. Nun konnte ich gerade die Beobachtung machen, wie sehr die Deutschland-Fixiertheit mittlerweile das Denken vieler Menschen prägt (sehr zur Freude der neoliberalen sogenannten Eliten), und das an einem Beispiel, das zunächst mal nicht offensichtlich etwas mit Patriotismus zu tun hat: dem Urteil in einem Prozess in den USA, bei dem das Gericht einem Hausmeister 289 Millionen Dollar Schmerzensgeld vom Agrarkonzern Monsanto zugesprochen hat, da die Verwendung eines glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittels „wesentlich“  zu dessen Krebserkrankung beigetragen hätte.

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aufstehen

Heinz hat ja gestern bereits in seinem Artikel die neue linke Sammelbewegung „Aufstehen“ erwähnt, die in den letzten Tagen nicht nur erstmal mit einer Website an die Öffentlichkeit gegangen ist (offizieller Start ist der 4. September), sondern auch gleich reichlich viel Kritik von allen Seiten einstecken musste. Dass dabei vonseiten der neoliberalen Medien wenig Gutes an einer solchen Bewegung, die, so zumindest mein erster Eindruck, vor allem sozialpolitische Themen in den Fokus der Öffentlichkeit rücken will, gesehen wird, überrascht natürlich nicht gerade, wenngleich die Vehemenz schon erstaunlich ist. So verstiegt sich beispielsweise der reaktionäre Historiker Michael Wolffsohn in der BILD dazu, die Bewegung mit der NSDAP zu vergleichen. So weit, so vorhersehbar. Was mich allerdings dann schon verwundert hat, ist die massive und in großen Teilen auch unsachliche Kritik, die von linker Seite geäußert wurde.

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Wer nationale Lösungen fordert und sucht, ist noch lange kein Nationalist

Die Diskussion um die Bewegung „aufstehen“, die man einzig und allein anscheinend mit Sahra Wagenknecht in Zusammenhang bringt, zu Unrecht, wie ich meine, nimmt immer krudere Züge an, ja, scheint den unterschwellig schon lange vorhandenen Hass derzeit völlig zu entfesseln. Mir gefällt das gar nicht, mir missfällt diese Art, miteinander umzugehen. Wer Menschlichkeit fordert und selbst seine Menschlichkeit aufgibt, sollte deshalb zuerst einmal in sich gehen, so mein Rat. Aber das soll nicht Thema werden, sondern der Vorwurf an die, die diese Bewegung unterstützen, Nationalisten zu sein, was sie nicht sind, jedenfalls die meisten dort nicht.

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