Die Menschen neigen schon als Kind dazu, die Welt in „Gut & Böse“ einzuteilen. In der Schule geht es auch bei jeder Benotung um „richtig oder falsch“, um Punkte oder keine Punkte bei jeder Antwort. Wenn man viel Glück hat, dann trifft man auf Verwandte, Lehrer oder Mentoren, die einem Differenzierung in facettenreichen Worten und Bilder lehren …
Keynote: Cradle to Cradle
Auf dem Hamburger öffentlich-regionalen Sender tide lief kürzlich ein Vortrag von Prof. Dr. Braungart, Mitentwickler des „Cradle to Cradle“-Konzepts, zum Thema „Cradle to Cradle – die Kunst, den menschlichen Fußabdruck zu feiern, anstatt ihn zu minimieren“. Hierzu hielt er im Rahmen des „Work in Progress – Kongress zur Zukunft der Arbeit“ in Hamburg eine Rede als Auftaktpräsentation. Sehenswert!
Interessantes aus KW 27/2016
An dieser Stelle präsentieren wir regelmäßig Links, die wir unter der Woche entdeckt haben, zu denen wir selbst nicht mehr viel schreiben müssen und die wir teilenswert finden. Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!
Landraub
Der österreichische Filmemacher Kurt Langbein hat sich mit seiner im März dieses Jahres herausgekommenen Dokumentation eines sehr wichtigen Themas angenommen: Landraub oder Landgrabbing. Dies hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, da die Preise für Lebensmittel seit 2007 etwa deutlich nach angestiegen sind. Da zeitgleich nach der Finanzkrise von 2008 die rentablen Anlagemöglichkeiten für Investoren immer weniger geworden sind, stürzen sich nun alle aufs Agrarland – mit fatalen Folgen für viele Menschen!
Wie absurd ist das denn?
Vorgestern bekam ich eine E-Mail von foodwatch, deren interessanten Inhalt ich Euch nicht vorenthalten möchte. Da sich dazu kein Artikel auf der Webseite der NGO findet, habe ich den Text einfach mal hierhin kopiert. Es geht dabei um Vitamine, die Nahrungsmitteln zugesetzt werden, damit diese als gesund beworben werden können. Allerdings werden diese Vitamine meist synthetisch in China unter erbärmlichen Bedingungen hergestellt, und 90 % der damit versetzten Lebensmittel sind auch noch per so ungesund, da zu fettig, zu salzig oder zu zuckrig. Ein Thema, was jeden angeht, denn derartige Nahrungsmittel hatte bestimmt schon jeder von uns mal im Einkaufswagen.
Zerschlagt die Konzerne
Mit diesem Motto waren schon unsere Eltern und Großeltern auf der Straße. Trotz der immer weiter sinnlos anschwellenden Produktpaletten hat man faktisch kaum eine Wahl, wenn es um den Hersteller geht. Das liegt einfach daran, dass kleinere Unternehmen bei erfolgreichem Agieren sofort von größeren Unternehmen aufgekauft werden. Und was bedeutet das für die Mehrheit?
Interessantes aus KW 26/2016
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Kein Persilschein für Glyphosat
Letzte Woche hat die EU-Kommission eigenmächtig eine vorläufige Verlängerung der Zulassung des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich krebserregend eingestuften Pestizids Glyphosats um 18 Monate beschlossen. In dieser Zeit soll nun die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) prüfen, wie schädlich das Monsanto-Ackergift denn nun wirklich ist. Das Umweltinstitut München hat nun eine Mail-Aktion gestartet, um öffentlichen Druck aufzubauen, damit kein Gefälligkeitsgutachten für die Industrie, sondern eine tatsächlich sachgerechte Untersuchung gewährleistet wird.
CETA und TTIP: keine Entmachtung des Bundestags!
Eine Aktion von Campact: EU-Kommissionschef Juncker will CETA und TTIP im Eilverfahren durchboxen, ohne dass Bundestag und Bundesrat mitentscheiden. Jetzt unterzeichnen und Druck machen, um die Entscheidung den nationalen Parlamenten zu überlassen!
Buchtipp: Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs
Selten musste ich bei einem Buch so oft schlucken und erst einmal die Zahlen verdauen: Ernst Wolffs eindrucksvolle Abrechnung mit dem IWF (Internationaler Währungsfonds) und dem 1 % der Ultrareichen. Der Journalist, Drehbuchautor und vieles mehr beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der internationalen Wirtschaft und deren Auswirkungen. Er schreibt regelmäßig auf heise.de und hat 2014 beim Tectum Verlag das hier vorgestellte Buch veröffentlicht.

