Da träumt ein krimineller Antidemokrat davon, sein Land zu einer Großmacht zu machen, überzieht seine Nachbarstaaten deswegen mit Krieg und scheut sich auch nicht, nur schwer nachvollziehbare Bedrohungen als Vorwand dafür zu nutzen. Da denken nun alle, durchaus zu Recht, an Vladimir Putin – allerdings ist er nicht der Einzige, der so handelt.
Kategorie: Soziales
Oberflächliche Verklärung statt Beschäftigung mit Tatsachen
Der Mensch neigt ja generell dazu, Vergangenes zu verklären, was sich beispielsweise in dem Sprichwort „Die Katastrophen von heute sind die Anekdoten von morgen“ widerspiegelt. Doch leider führt das auch dazu, Sachen zu verklären, deren üble Auswirkungen nach wie vor präsent sind.
Idiocracy? The Handmaid’s Tale? Civil War? Wohl von allem etwas …
Momentan habe ich fast den Eindruck, als würden dystopische Erzählungen gerade in den USA Realität werden. Zwar nicht in jeweiliger Reinform, aber schon als reichlich perverse Mischung aus einigen Aspekten, die man vor Kurzem noch als reine Fiktion auf dem Bildschirm wahrgenommen hat.
Die „Mutter aller Probleme“
2018 fabulierte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), dass die Migration die Mutter aller Probleme sei. Heute ist diese menschenverachtende und rechtsextreme Aussage politischer Mainstream geworden – und dennoch katastrophal falsch. Denn die Mutter aller Probleme hierzulande ist etwas ganz anderes, nämlich die Schuldenbremse.
Antiquierte Anti-Queere
Der FC St. Pauli steht schon seit vielen Jahren für Vielfalt, Diversität sowie eine emanzipatorische, antirassistische und antifaschistische Haltung. Zudem findet sich immer wieder die Regenbogenfahne dort, beispielsweise als Kapitänsbinde oder auch als Farben auf den Trikots. Das schmeckt natürlich einigen ewiggestrigen Holzköpfen gar nicht – und von denen gibt es im Fußball leider immer noch viel zu viele. Und sie sind durchaus lautstark.
Regeln gelten für andere
„Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt!“ Vielleicht kann sich die oder der eine an diesen Song von Pipi Langstrumpf erinnern. Im Prinzip handeln alle Menschen mehr oder weniger nach diesem Prinzip. Auf der einen Seite drangsalieren wir andere Personen, gesetzliche oder soziale Regeln zu befolgen, aber wenn es gerade passt, biegen wir diese selbst. Bei der einen Person ist es die rote Ampel, die tagsüber eingehalten wird, um ein gutes Vorbild zu sein, aber nachts wird diese einfach ignoriert. Andere sind da schon weitaus radikaler unterwegs und finden selbst so etwas wie Mord „an der richtigen Person“ vertretbar (ich habe von „Kriegsgenerinnen und Kriegsgegnern“ schon öfter gehört, dass man Putin doch einfach „abknallen“ sollte). Natürlich ist auch hier wieder „das Maß“ das Maß der Dinge.
Nebelkerze „Migrationskrise“
Migration, Migration, Migration – wenn man sich den öffentlichen Diskurs in vielen Medien so anschaut, könnte man den Eindruck bekommen, dass dies das größte Problem unsrer Zeit ist. Ist es aber nicht, es wird nur so aufgeplustert. Und das meines Erachtens auch mit voller Absicht.
Grenzkontrollen
Als Folge des Attentats von Solingen hat die Bundesregierung nun beschlossen, umfassendere Grenzkontrollen einzuführen. Das ist nun wahrlich nichts anderes als eine Bankrotterklärung gegenüber den rechtspopulistischen Schreihälsen von Union bis AfD – und zeigt, dass die Ampel noch mieser ist, als man es bisher schon gedacht hat.
Trumps Hunde und Katzen
Beim TV-Duell der beiden US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump (Republikaner) und Kamala Harris (Demokraten) meinte Trump doch tatsächlich, dass in der Stadt Springfield die Hunde und Katzen der dortigen Bewohner von zugewanderten Menschen vor allem aus Haiti gegessen würden. Da ist natürlich nichts dran, aber dennoch ist es vor allem diese Aussage, die hängen bleibt.
Pleiten und Insolvenzen
Fast täglich hört und liest man heute von Betrieben, die schließen oder in die Insolvenz geraten. Dabei sind von kleineren Unternehmen bis großen Konzernen alle dabei. Während nun natürlich CDU und andere Rechtsspacken wieder „die Grünen“ dafür verantwortlich machen, sind die Gründe dafür wohl doch etwas vielschichtiger – und vor allem schon seit Längerem absehbar.

