Schuld und Schuldner – Deutschland, eine verkehrte Welt

Immer wieder muss ich lesen, dass die, die die Lasten zu tragen haben, selbst schuld daran wären. Immer wieder lese ich, dass sie es einfach ändern könnten, dass sie sich nur zu verweigern bräuchten, dass sie nur anders wählen müssten. Sie wären nur zu faul, zu dumm, zu ungebildet, um dies zu ändern. Deshalb würden „die Schafe immer wieder ihren Schlachter wählen“. Was für ein Unsinn!

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„Heinz, reg dich ab und genieß das Leben, denn du hast nur dieses eine!“

Als Mann, in meinem wahrscheinlich letzten Drittel des Lebens, fällt mir zu den Klimastreiks der jungen Menschen immer öfter Gorbatschow ein: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Nicht Kohl mit seiner „Gnade der späten Geburt“. „Die paar Jährchen kriegst du auch noch rum“, denke ich dann so bei mir, „reg dich ab und genieß das Leben.“

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Honduras, Venezuela und was daran für uns von besonderem Interesse sein sollte

Gerade hab ich einen Artikel in den Blättern für deutsche und internationale Politik gelesen, in dem es um Honduras geht. Das ist schon interessant und erschreckend, wenn man liest, was das Regime dort abzieht: manipulierte Wahlen, Korruption ohne Ende, Verarmung und schlechte Versorgung immer größerer Teile der Bevölkerung, Ermordung von Oppositionellen und Umweltaktivisten …

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Eye in the Sky

Letzte Woche habe ich einen exzellenten und sehr spannenden Film aus dem Jahr 2016 gesehen, der sich mit einer ausgesprochen brisanten Thematik beschäftigt: dem Drohnenkrieg. „Eye in the Sky“ von Regisseur Gavin Hood fokussiert dabei auf einen einzigen Militäreinsatz, der quasi in Echtzeit in den gut 100 Minuten gezeigt wird. Dass das Ganze mit Helen Mirren und (in seiner letzten Rolle) Alan Rickmann in zwei tragenden Hauptrollen auch noch erstklassig besetzt ist, ist dann noch das Tüfelchen auf dem i.

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Der Deutsche diskriminiert nicht!

Nachdem ja CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer für ihren unsäglichen „Scherz“ auf Kosten von Intersexuellen bei einer Karnevalsveranstaltung doch auf viel Zuspruch bekam, dass das ja überhaupt nicht diskriminierend sei (natürlich von Menschen, die selbst nicht zur diskriminierten Personengruppe gehören), habe ich gerade heute wieder ein bezeichnendes Beispiel dafür erleben müssen, wie sehr sich der Deutsche per se anscheinend für diskriminierungsresistent hält und anderen erklärt, dass sie sich nicht so anstellen sollen, wenn sie sich diskriminiert fühlen.

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AKK macht den deutschen Trump und wanzt sich weiter an die AfD ran

Wenn eine graumäusige, stockkonservative Betonkopfpolitikern wie Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) witzig sein möchte, dann kann das nur schäbig enden. So auch am letzten Donnerstag, als sie auf einer Karnevalsveranstaltung meinte, sich über intersexuelle Menschen lustig machen zu müssen. Das ist vor allem auch nicht weiter verwunderlich, denn zum einen passt es zur ohnehin schon vorhandenen Agenda von AKK, die ja auch schon mal gern Homosexuelle mit Pädophilie und Sodomie in einem Atemzug nennt, zum anderen zielt sie immer offensichtlicher darauf, sich bei der AfD beliebt zu machen, um so eine schwarz-blaue Koalition anzubahnen.

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Frauen in der Politik. Hardliner, Plüschkaninchen, hauptsache systemkonform.

Wir leben im Zeitalter der Gleichberechtigung. Rund die Hälfte der Ministerposten im Bundeskabinett ist mit Frauen besetzt. Plus einer weiblichen Bundeskanzlerin. Die großen Volksparteien haben weibliche Vorsitzende. Aus emanzipatorischer Sicht sind wir also in der Gleichberechtigung angekommen. Ich möchte jubeln, wenn ich es denn nur könnte. Meine Hoffnungen auf eine andere, eine ausgewogenere Politik haben sich nämlich nicht erfüllt.

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