Tja, da ist nun die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der WM in Katar schon in der Vorrunde ausgeschieden. Mein Mitleid hält sich in Grenzen, zumal da echt eine richtig gute Chance versemmelt wurde, das eigene Image gehörig aufzupolieren.
Kategorie: Soziales
Filterblasen
Kürzlich saß ich mit ein paar Freunden zusammen, und da wurde dann auch ein wenig politisch diskutiert. Was mir dabei dann mal wieder aufgefallen ist: Auch in der realen Welt sind Filterblasen etwas weit Verbreitetes, und viele befinden sich darin, die das gar nicht von sich glauben.
Wertegemeinschaft
In diesem Jahr, seit Russland die Ukraine angegriffen hat, wird ja immer wieder die westliche Wertegemeinschaft beschworen, die nun gegen den gemeinsamen Feind Putin zusammenstehen müsse. Doch frage ich mich ernsthaft, was das denn bitte für Werte sein sollen, die da diese Gemeinschaft ausmachen.
Lokalpolitik als Spiegel der politischen Großwetterlage
Am vorletzten Wochenende fand im Kreis Rendsburg-Eckernförde eine Bürgerentscheid zum Thema Neustrukturierung der hiesigen Krankenhäuser statt. Der Kreistag hatte Anfang des Jahres beschlossen, Abteilungen zu schließen und zu verlegen, um die beiden Klinken rentabler betreiben zu können, und dagegen hatte sich dann eine Bürgerinitiative gebildet, die einen Alternativvorschlag präsentierte, der vorsah, dass beide Standorte im Prinzip so erhalten bleiben, wie sie jetzt sind.
Corona ist out, Krieg ist in
Das klingt jetzt schon so ein bisschen sarkastisch, diese Überschrift, oder? Nun, viel mehr als Sarkasmus fällt mir so langsam aber auch echt nicht mehr ein, wenn es um die komplett fehlende Stringenz der Politik geht – zumindest wenn man ernst nimmt, was da so von Regierungsseite kommuniziert wird.
Der Kampf gegen das Vertraute
Menschen lieben Vertrautes. Das macht sich nicht nur im Gefühl der Nostalgie bemerkbar, sondern auch in ganz praktischen Abläufen, weil Vertrautes eben Sicherheit gibt und Routinen schafft, die bequemer sind, als wenn wir uns ständig mit Neuem auseinandersetzen müssen. Allerdings wird das Vertraute vonseiten der Wirtschaft (oder besser: vor allem von Konzernen) immer wieder unterminiert.
Gut und Böse
Gerade in Zeiten wie diesen, in denen eine kriegerische Auseinandersetzung die Schlagzeilen beherrscht, tendieren viele zu einer vereinfachten Sichtweise von Gut und Böse. Diese ist allerdings bei solchen Konflikten nur sehr selten angebracht. Ein paar Beispiele dazu.
Unser Leben als Objekt
Seit Tagen trage ich eine Satz in mir: „Konsum mach duum!“ Das ist einfach, das ist plakativ … das ist alles, was wir zu sein scheinen. Die Menschen rennen umher, haben Bilder von ihrer Umwelt und sich selbst im Kopf, die ihnen durch TV, Internet und Werbung vermittelt werden, und daran wird die Realität bemessen – leider. Wir orientieren uns an falschen Idolen, die sich als austauschbare und oberflächliche Projektionsfläche entpuppen, wenn wir nur einmal den Mut und die Offenheit haben, uns die Person hinter dem oberflächlichen Bild anzusehen (ja, auch Models und Schauspieler:innen haben Pickel und Probleme mit dem Selbstwertgefühl). Es ist so schön einfach, sich etwas zu kaufen und sich damit aufzuwerten! Wenn ich 100 kg zu viel wiege (um dem gesellschaftlichen Ideal zu entsprechen), dann lasse ich mir lieber die Nägel aufwendig machen, renne wöchentlich zum Hairstylisten und kaufe mir ein iPhone, um das Bild von mir aufzuwerten. Ein zweifelhafter Mehrwert.
Der Wald stirbt
Vor zwei Jahren habe ich ja schon mal meine Eindrücke nach einem Wanderurlaub in einem Artikel geschildert und dabei auf den zunehmend schlechteren Zustand des Waldes fokussiert. Nun komme ich gerade wieder aus dem Urlaub, auch wieder Wandern in der gleichen Region an der Mosel – und es sieht so viel schlimmer aus, als es vor zwei Jahren noch zu befürchten war.
NWO, wenn schon, denn schon!
Eine neue Weltordnung, diese Idee hatten schon viele Visionärinnen und Visionäre. Wenn es um ein Weltbild geht, dass einige Gruppen bevorzugt und andere entsprechend benachteiligt oder sogar auslöschen möchte, dann kamen diese Visionen meistens von Männern, die um ihren (nach ihrer Meinung geburtlich vorbestimmten) Status fürchten. Auch in Deutschland sind die es oft Reichsbürger, die letzten Endes nichts anderes wollen als einen Freifahrtschein für sich ohne Rücksicht auf die Gesellschaft (oder um es mit den Worten von Margaret Thatcher zu schreiben: „No Such Thing as Society“). Erinnert an den Adel im Mittelalter, ist im Prinzip auch genau das: Privilegien für mich, und der Rest soll halt sehen, dass er mir nicht auf die Nerven geht.

