Letzten Freitag war auf Arte die Doku „Helden der Zukunft“ zu sehen. Dort wirt u. a. die Frage behandelt, was wir selbst dazu beitragen können, damit die Missstände der Gegenwart nicht in die sich deutlich abzeichnende Katastrophe münden.
Kategorie: Soziales
Edathy
Der Fall Edathy bzw. die Einstellung des Verfahrens gegen ihn ruft gerade viele sehr emotionale und mitunter auch erschreckende Reaktionen hervor: Da kocht die Volksseele hoch, in sozialen Netzwerken wird schon zur Lynchjustiz aufgerufen, selbst Promis wie Til Schweiger beteiligen sich daran, die Einstellung des Prozesses aufzubauschen und daraus Gewaltfantasien gegen den SPD-Politker abzuleiten. Es gibt zwar auch ein paar sachliche Stimmen zu dem Thema, diese drohen im Getöse des aufgestachelten Mobs jedoch ein wenig unterzugehen, weswegen ich hier an dieser Stelle auf ein paar lesenswerte Artikel zu dem Thema verweisen möchte.
So funktioniert der Pegida-Fan
Was man doch so alles findet über die Netzwerke von Freunden bei Facebook … Mitunter Erschreckendes, manchmal Amüsantes, häufig Dümmliches oder eben auch ein Posting von jemandem, bei dem ein Blick auf das Profil offenbarte, dass er Pegida ganz super findet und auch sonst deutlich rechte Schlagseite zu haben scheint.
„Wir dürfen das!“ – aber müssen wir deswegen?
Worum es mir bei der Sache geht, ist die Tatsache, dass moralische und ethische Bedenken dem reinen Umstand, „es zu dürfen“, weichen müssen … wieder und immer wieder. Auf allen Ebenen scheinen die Menschen, Gruppierungen, Staaten und Konzerne auf ihrem „Dürfen“ zu beharren. Das kann man in der heutigen Zeit beliebig von unten nach oben oder von links nach rechts brechen.
Kriegshetzer
Sich in sozialen Medien zu bewegen konfrontiert einen zuweilen aufgrund deren Netzwerkstruktur mit Menschen, mit denen man sonst nichts zu tun hätte, und gewährt einen Einblick in deren Innenleben. Zuweilen ergeben sich so recht nette Kontakte oder interessante Anregungen, es passiert allerdings auch immer wieder, dass man in Abgründe blickt, die man lieber nicht gesehen hätte. So stolpere ich in letzter Zeit immer wieder über „Freunde von Freunden“, die sich vollkommen ungeniert an Krieg und Tötung anderer erfreuen und diese Haltung auch munter durch eigene Hetzbeiträge befeuern.
Wenn alle Menschen zufrieden wären
Das Wort „zufrieden“ sagt es eigentlich schon aus: Man hat sich dem Frieden zugewendet. Ich bin kein Soziologe oder Psychoanalytiker, aber ich kann mir keinen sorgenfreien Menschen vorstellen, der sich radikalisieren lassen würde. Das Gefühl, ausgeschlossen oder allgemein ungerecht behandelt zu werden, lässt überhaupt erst den Spielraum, um Menschen gegen andere Menschen aufzuhetzen. Auch wenn es utopisch ist: Eine gesunde Gesellschaft bringt auch geistig gesunde Menschen hervor, und davon sind wir weit entfernt.
Wirtschaftsunterricht in Baden-Württemberger Schulen
In einem Artikel der NZZ war vor ein paar Wochen zu lesen, dass an Baden-Württembergs Schulen vom nächsten Jahr an das Fach „Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung“ eingeführt werden soll. Dazu gibt es zu Recht kritische Stimmen, die auch in dem Artikel zu Worte kommen. Vor allem treibt die grün-rote Landesregierung hier die Ökonomisierung der Schulausbildung voran: Es geht in erster Linie darum, möglichst gut verwertbare Humanressoucen auszubilden.
Studie „Fundamentalismus und Fremdenfeindlichkeit“
Vor Kurzem lief ein interessanter Bericht bei Nano (Erstausstrahlung war vor Monaten, der Bericht wurde aus aktuellem Anlass wiederholt), der verschiedene Akteure zum Thema Fundamentalismus zum Gespräch bat. Ein Interview mit einem Muslimen, der sich zeitweise auch hatte radikalisieren lassen und der nun ein sehr klares Bild von dem Sachverhalt schildert. Eine Studie vom „Wissenschaftszentrum Berlin für Soziologie“ zum Thema „Fundamentalismus und Fremdenfeindlichkeit“ (entstanden durch 9.000 Interviews in sechs europäischen Ländern) zeigt jedoch auch auf, dass Fremdenfeindlichkeit unter Muslimen „hier im Westen“ starke Verbreitung findet.
Deutschland ist das beliebteste Land
Gerade erst zu mir vorgedrungen ist eine Meldung aus dem November: Deutschland ist das beliebteste Land der Welt. Nachdem die USA seit 2009 die Spitze repräsentierten, ist es nun Deutschland. Es scheint mit dem Gewinn des WM-Titels zu tun zu haben. Mehr noch …
Eine Weihnachtsgeschichte
Weihnachten ist ja auch immer ein wenig die Zeit der Besinnlichkeit, obwohl das in unserer konsumorientierten Gesellschaft zunehmend zu kurz kommt, man denke nur an scheußliche Werbeslogans wie „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“. Das, was ich nun schildern möchte, geht da in eine andere Richtung, die mehr mit dem eigentlichen Gedanken von Weihnachten zu tun hat, und ist mir tatsächlich so passiert – und war eines der schönsten Weihnachtserlebnisse, die ich je hatte.

