Töten und getötet werden, das ist Krieg und nichts anderes. Frieden zu schaffen durch Waffen ist deshalb die höchste Stufe der Scheinheiligkeit, die mir die letzten Tage, nicht nur hier im Netz, begegnet ist.
Schlagwort: Krieg
My dear american friends
Amerika, ein unermesslich weites und schönes Land voller Naturwunder und einzigartiger Flora und Fauna. Von monumentalen Gebirgen im Westen bis zu traumhaften Stränden im Osten, von endlosen Steppen mit Wildpferden und Bisons im Süden bis zu Artenvielfalt und majestätischen Wasserfällen im Norden. Wenn ich Bescher dieses wunderschönen Kontinents nach ihren Erfahrungen frage, dann erzählen Sie mir von überwältigender Schönheit der besuchten Region und der flächendeckenden Freundlichkeit seiner Bewohner, egal ob sie ihrer Abstammung nach indigene Ureinwohner, zwangsmigrierte Afrikaner oder europäische Übersiedler waren. Und wer würde nicht den Worten der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung eines so vielfältigen Völkerbundes zustimmen?
Eye in the Sky
Letzte Woche habe ich einen exzellenten und sehr spannenden Film aus dem Jahr 2016 gesehen, der sich mit einer ausgesprochen brisanten Thematik beschäftigt: dem Drohnenkrieg. „Eye in the Sky“ von Regisseur Gavin Hood fokussiert dabei auf einen einzigen Militäreinsatz, der quasi in Echtzeit in den gut 100 Minuten gezeigt wird. Dass das Ganze mit Helen Mirren und (in seiner letzten Rolle) Alan Rickmann in zwei tragenden Hauptrollen auch noch erstklassig besetzt ist, ist dann noch das Tüfelchen auf dem i.
Bundeshaushalt 2018: Kriege statt sozialen Miteinanders
So wie es scheint, geht es mit der einseitig westlich geprägten Expansionspolitik weiter: Sozialausgaben werden gesenkt oder gebunkert, und die Ausgaben für Kriegstreiberei werden weiter an die 2 % vom BIP herangeführt, wie von der NATO gefordert. Schon seltsam, dass bei den Bemühungen um weltweiten Frieden die Ausgaben für Waffen erhöht werden sollen. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass der Frieden auf Erden nicht das erklärte Ziel solcher Maßnahmen ist (siehe dazu den aktuellen Aufruf „Disarm! Don’t Arm!“). Wie krank es mit den Ausgaben für Kriegswerkzeug weltweit steht, beleuchtet ein Beitrag auf Rubikon von John Laforge. Und Völkerrecht? Ich schweife ab …
Aktuelle Unruhen im Iran
Die unkritische Nachrichtenbeiträge über die Situation im Iran in heute, tagesthemen und tagesschau bieten einmal mehr einen Anlass, sich über die amerikanisierte Berichterstattung zu ärgern. Wie ein roter Faden werden die Falschmeldungen und Nebelkerzen in den öffentlich-rechtlichen Medien verbreitet: Irak, Ukraine/Maidan, Syrien … und jetzt der Iran. Unter kompletter Verdrängung aller Tatsachen und ohne ein Sterbenswörtchen in den Leitnachrichten werden die amerikanischen Propagandameldungen übernommen, und wichtige Hintergrundinformationen laufen dann höchstens nachts in den kritischeren Magazinen …
Der Giftgas-Angriff in Syrien
In der letzten Woche gab es einen Giftgas-Angriff in der syrischen Stadt Chan Sheikhoun, bei dem mindestens 58 Menschen ums Leben gekommen sind, darunter auch zahlreiche Kinder. Die Bilder davon gingen um die Welt und machten zu Recht betroffen – schließlich wurde die Grausamkeit des Krieges in Syrien so mal wieder deutlich sichtbar. Und auch der Schuldige für diesen Angriff war schnell gefunden: der syrische Präsident Bascher al-Assad. Beweise sind dafür allerdings auch nicht nötig – aber es wird gleich mal kräftig zurückgeschossen!
Attentate von Brüssel
Wenn man einen politischen Blog betreibt, dann fühlt man sich ja schon ein bisschen genötigt, zu den gestrigen Terroranschlägen von Brüssel etwas zu schreiben. Das Problem ist nur: Ich weiß partout nicht, was ich anderes dazu feststellen sollte, als das, was ich schon vor einigen Monaten bei den Anschlägen von Paris schrieb …
Gefahr von Terroranschlägen
Ohne in die mediale Panikmache verfallen zu wollen, die nach den Anschlägen in Paris vom 13. 11. überall präsent war, so glaube ich doch mittlerweile, dass unsere derzeitige Politik aktiv daran arbeitet, die Gefahr für Terroranschläge auch in Deutschland deutlich zu erhöhen. Ein großer Schritt in diese Richtung wurde in jedem Fall heute mit der Bewilligung des Kriegseinsatzes der Bundeswehr gegen den sogenannten Islamischen Statt (IS) getan.
Die Anschläge von Paris
Am Freitag, den 13. 11. 2015, haben eine Reihe von Attentätern in Paris mehr als 130 Menschen getötet – in Cafés, bei einem Rockkonzert, auf offener Straße, also anscheinend sehr willkürlich in der Auswahl der Opfer. Es wird von einem radikal-islamistischen Hintergrund der Täter ausgegangen, sie werden im Umfeld des Islamischen Staates (IS) verortet. Die Reaktionen auf diese grauenvollen Geschehnisse offenbaren, wie sehr die konfrontative Politik „des Westens“ gescheitert ist und wie sehr aber dennoch daran festgehalten wird. Was muss also noch geschehen, damit es endlich zu einem Umdenken kommt?
Wem nützt der Krieg?
Cui bono? Die Frage, wem etwas nützt, hilft oft dabei, Sachverhalte besser zu verstehen oder gar erst zu durchschauen. Natürlich ist es nicht so, dass immer automatisch ein Zusammenhang zwischen einem Ereignis und jemandem, der daraus seinen Nutzen zieht, besteht, da kann ja durchaus auch einfach mal der Zufall mit im Spiel sein. Wenn allerdings der Nutznießer zugleich auch als Strippenzieher agiert, dann ist es nicht nur recht und billig, da mal ein bisschen genauer hinzuschauen, sondern es wäre auch grob fahrlässig, dies nicht zu machen.

