Kriegshetzer

Sich in sozialen Medien zu bewegen konfrontiert einen zuweilen aufgrund deren Netzwerkstruktur mit Menschen, mit denen man sonst nichts zu tun hätte, und gewährt einen Einblick in deren Innenleben. Zuweilen ergeben sich so recht nette Kontakte oder interessante Anregungen, es passiert allerdings auch immer wieder, dass man in Abgründe blickt, die man lieber nicht gesehen hätte. So stolpere ich in letzter Zeit immer wieder über „Freunde von Freunden“, die sich vollkommen ungeniert an Krieg und Tötung anderer erfreuen und diese Haltung auch munter durch eigene Hetzbeiträge befeuern.

weiterlesen

Bewaffnet die Kurden – und dann?

Die IS(IS)-Typen sind schon ziemlich üble Gesellen, denen ich bestimmt keine Sympathie entgegenbringe. Religiöser Fundamentalismus, gepaart mit bestialischer Gewalt gegen alles Andersdenkende, gab und gibt es ja nun wahrlich schon genug, und jede so agierende Gruppierung ist eine zu viel. Dass nun allerdings als einziges Mittel, um diesen Fanatikern Einhalt zu gebieten, Waffenlieferungen an die Kurden im Nordirak angesehen werden, finde ich dann allerdings schon reichlich bedenklich, vor allem wenn man mögliche mittelfristige Folgen bedenkt.

weiterlesen

Denk ich an Deutschland in der Nacht …

Gestern war ich bei einem interessanten Vortrag der Soziologin Lena Nehlsen im Rahmen des Zeckensalons in den Fanräumen des Millerntorstadions vom FC St. Pauli. Dabei ging es um die Normalisierung von Nationalismus im Zuge des seit 2006 initiierten Partypatriotismus. Der Vortrag und die sich daran anschließende Diskussion blieben dann ziemlich beim Thema Fußball (was auch o. k. ist im Rahmen so einer Veranstaltung), nur finde ich die darüber hinausgehenden Schlussfolgerungen mit Bezug auf das momentane politische Geschehen ausgesprochen beängstigend.

weiterlesen

Verkehrte Welt: progressiver Papst vs. reaktionärer evangelischer Pfarrer

Ich bin zwar nicht besonders kirchlich erzogen aufgewachsen, aber mir war trotzdem schon immer irgendwie klar: Die katholische Kirche ist eher rückwärtsgewandt, die Protestanten hingegen zeigen sich da schon eher etwas weltoffener und fortschrittlicher. Nun soll man solche großen Institutionen wie die evangelische und die katholische Kirche gewiss nicht nur an zwei Personen festmachen, aber deren Verhalten in den letzten Wochen und Monaten ist vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Konfession schon beachtenswert. Und Gauck sowie der Papst sind ja nun auch nicht nur irgendwelche Hinterbänkler, sondern schon gewichtige Repräsentanten (wenngleich Gauck nun eher in einem weltlichen Amt).

weiterlesen