WM 2014 – mein persönliches Fazit

Zur WM und warum ich diese Spiele nicht verfolgt habe, hab ich ja hier schon etwas geschrieben. Nun ist das Spektakel also vorbei, Deutschland ist Weltmeister, der Alltag geht weiter. Doch bei mir sind einige Dinge hängen geblieben bei dieser WM, und diese haben weniger mit dem Fußball zu tun als mit der Art, wie das ganze Ereignis rezipiert wurde.

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Erneuerbare Energien – politische Torpedierung eines Erfolgsmodells

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Energieversorgung in Deutschland steigt stetig an, im Jahr 2013 lag dieser schon bei 23,4 %. Das ist erfreulich, da auf diese Weise zunehmend Energie hergestellt wird, die keine fossilen Ressourcen verbraucht und zudem weniger umweltbelastend produziert wird. Und auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist das eine gute Sache, dazu muss man sich nur mal vor Augen führen, dass im Jahr 2013 371.000 Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien bestanden. Nun sollte man meinen, dass ein solches Erfolgsmodell von der Politik weiter gefördert und dessen Ausbau unterstützt wird – doch das Gegenteil ist der Fall.

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Denk ich an Deutschland in der Nacht …

Gestern war ich bei einem interessanten Vortrag der Soziologin Lena Nehlsen im Rahmen des Zeckensalons in den Fanräumen des Millerntorstadions vom FC St. Pauli. Dabei ging es um die Normalisierung von Nationalismus im Zuge des seit 2006 initiierten Partypatriotismus. Der Vortrag und die sich daran anschließende Diskussion blieben dann ziemlich beim Thema Fußball (was auch o. k. ist im Rahmen so einer Veranstaltung), nur finde ich die darüber hinausgehenden Schlussfolgerungen mit Bezug auf das momentane politische Geschehen ausgesprochen beängstigend.

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Es herrscht Krieg

Vor ein paar Tagen schrieb ich hier auf unterströmt ja einen Artikel über die Kriegsrhetorik von Bundespräsident Gauck im Gegensatz zu den kapitalismuskritischen Äußerungen des Papstes, der den Krieg als notwendigen Bestandteil dieses Wirtschaftssystems brandmarkte. Am Schluss kam ich dann auf die Militarisierung der Polizei zu sprechen, deren Einsatz nun auch, wie dieser Telpolis-Artikel zeigt, durch die gerade beschlossene sogenannte Solidaritätsklausel legitimiert wird. Es findet also eine Aufrüstung gegen den eigenen Bürger statt in der EU. Doch wäre ein derart militantes Vorgehen nur noch eine weitere Stufe in einem Krieg, der schon lange geführt wird, und zwar zumindest in unseren Breiten nicht von uniformierten und bewaffneten Soldaten, sondern von Kämpfern mit Schlips und Kragen. Doch deren Vorgehen ist nicht weniger verheerend, dafür aber schwerer als Kriegshandlung zu erkennen. Sie sind die Soldaten im Krieg der transnationalen Konzerne und einiger sehr reicher Einzelpersonen gegen die Weltbevölkerung. Klingst vielleicht etwas martialisch, aber trifft es leider genau.

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Verkehrte Welt: progressiver Papst vs. reaktionärer evangelischer Pfarrer

Ich bin zwar nicht besonders kirchlich erzogen aufgewachsen, aber mir war trotzdem schon immer irgendwie klar: Die katholische Kirche ist eher rückwärtsgewandt, die Protestanten hingegen zeigen sich da schon eher etwas weltoffener und fortschrittlicher. Nun soll man solche großen Institutionen wie die evangelische und die katholische Kirche gewiss nicht nur an zwei Personen festmachen, aber deren Verhalten in den letzten Wochen und Monaten ist vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Konfession schon beachtenswert. Und Gauck sowie der Papst sind ja nun auch nicht nur irgendwelche Hinterbänkler, sondern schon gewichtige Repräsentanten (wenngleich Gauck nun eher in einem weltlichen Amt).

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Die Achse des Guten – Antijournalismus von rechts außen

Wer sich selbst schon als gut (und das auch noch im Titel) bezeichnet, vor dem sollte man sich in Acht nehmen. So verhält es sich auch mit der Hetzseite von Henryk M. Broder, einem stramm neoliberal Marktradikalen, der diese Ideologie dann noch mit Ausländerfeindlichkeit und Sozialdarwinismus mischt – also im Prinzip einen bunten Cocktail an Menschenverachtung braut und diesen wortgewaltig über das Volk erbricht (Broder schreibt zum Beispiel regelmäßig für Springer). Seine Webseite nennt sich Die Achse des Guten, und da merkt man schon, wo es langgeht: Tea-Party-Gedankengut, Antiislamismus, also vieles, was den einfach gestrickten Stammtischtölpel erfreut.

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ÖPP lohnen sich nicht – machen wir sie doch erst recht!

Was von Kritikern ja schon lange immer wieder behauptet wurde, ist nun durch einen Bericht an den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages vom Bundesrechnungshof bestätigt worden: ÖPP (oder auch oft englisch PPP), also die Vergabe von bisher öffentlichen Aufgaben an private Unternehmen, rechnet sich nicht, sondern kostet den Staat (und damit natürlich den Steuerzahler) wesentlich mehr Geld. Eine Erkenntnis, die eigentlich zu einem Umdenken seitens der Politik führen sollte – doch das Gegenteil ist leider der Fall!

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