AVAAZ: Internet-Apokalypse? (Netzneutralität)

Das raffgierige Treiben der Großkonzerne und Finanzjongleure geht hinter verschlossenne Türen weiter. Nach dem Scheitern des Transpazifischen Freihandelsabkommen wird nun mal wieder an der Schraube „Internet“ gedreht: Es soll zugunsten der Finanzindustrie priorisiert werden (Stichwort „Netzneutralität“). Das bedeutet, dass die Millisekunden, die eine globale Finanztransaktion heutzutage dauert, sichergestellt werden soll und der Bürger hat sich mit dem an Leistung zufrieden zu geben, was dann eben noch an Netzkapazität übrig bleibt.

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Lanz und Wagenknecht

Am 16. 1. war im ZDF die Talkshow von Markus Lanz zu sehen. Diesmal war u. a. Sahra Wagenknecht zu Gast, und was sich dann in dieser Sendung entwickelte, darf getrost als Tiefpunkt des deutschen Fernsehens bezeichnet werden. Lanz legte Wagenknecht gegenüber eine Gesprächsführung an den Tag, die nicht nur ausgesprochen unhöflich war, sondern auch massiv parteiisch. Unterstützt wurde er dabei von Hans-Ulrich Lörges aus der Chefredaktion des Stern.

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Julia Friedrichs: Ideale

Der Untertitel Auf der Suche nach dem, was zählt gibt die Intention der Autorin recht gut wieder. Ausgangspunkt dieses Buches ist eine Silvesternacht, in der die Journalistin und Bestsellerautorin (Gestatten: Elite) Julia Friedrichs am Bett ihres noch nicht mal einjährigen Sohnes steht, diesen beim Schlafen beobachtet und sich fragt, wie die Welt wohl aussehen wird, wenn er mal alt sein wird. Ausgehend davon, versucht sie zu ergründen, welche Ideale Menschen haben, die sie selbst als tatsächliche oder potenzielle Vorbilder sieht.

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Globale Konzerne vs. nationale Regierungen – ein ungleicher Kampf

Kürzlich sah ich in der ARD-Mediathek die sehr interessante Reportage Geld regiert die Welt. Hierin wird über Finanzkonzerne, insbesondere den Branchengrößten BlackRock, berichtet, die kaum einer kennt, die aber mittlerweile über eine enorme Macht verfügen, die bis in den Alltag von vielen Menschen hereinreicht. Dabei wird deutlich, dass solche Unternehmen aufgrund ihres Netzwerkes untereinander und auch in die Politik hinein in einer Größenordnung agieren, die es Nationalstaaten kaum noch ermöglicht, als ernsthafte Gegenspieler zur Durchsetzung von Bevölkerungsinteressen aufzutreten.

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Leben in St. Pauli

Neulich wurde ich von einer Freundin, Michaela Schweers, gefragt, ob ich ihr für eine Arbeit im Rahmen ihres Masterstudiums an der School of Architecture Bremen ein paar Fragen zum Wohnen in St. Pauli beantworten könnte. Da der Stadtteil ja zurzeit aufgrund verschiedener Dinge – Gefahrengebiet, Esso-Häuser, Lampedusa-Flüchtlinge – nicht nur in Hamburg in aller Munde ist, dachte ich mir, dass meine Antworten ein interessanter Einblick in das Leben in St. Pauli sein könnten, anhand dessen eine Vorstellung vermittelt werden kann, wie sich der Stadtteil in den letzten Jahren gewandelt hat.

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Hitzlsperger und die Homophobie

Es gab ein großes mediales Echo, als Thomas Hitzlsperger letzte Woche verkündete, dass er homosexuell sei. Klar, Hitzlsperger ist ein fußballerisches Schwergwicht, immerhin 52-maliger deutscher Nationalspieler, davon einige Male als Kapitän, zahlreiche Spiele in der Bundesliga, vor allem für den VfB Stuttgart, und in europäischen ersten Ligen, hier in erster Linie für Aston Villa in England.

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Unglückliche kleine Egozentriker

Vor ein paar Wochen machte ein Interview mit dem Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff im Netz die Runde, welches dieser aufgrund des Erscheinens seines neuen Buchs SOS Kinderseele dem Schweizer Tages-Anzeiger gab. Hierin beschreibt Winterhoff eine aus seiner Sicht fatale Umkehr in der familiären Hierarchie, sodass Eltern nur noch als Bedürfniserfüller ihrer Kinder fungieren, was dazu führt, dass die Kinder erhebliche Entwicklungsdefizite aufweisen.

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Selbst schuld!

Der Mensch ist ein soziales Wesen, was sich schon aus seiner (und der seiner Vorfahren) ursprünglichen Lebensweise im Rudel ergibt. Leider geht der momentane Zeitgeist massiv in die Richtung, dass sich jeder nur noch als einzelverantwortliches Wesen wahrnimmt und auch so agiert. Solidarität, Empathie, Gemeinschaftssinn? Fehlanzeige! Wenn etwas nicht so läuft, wie es laufen soll, dann ist immer nur der Einzelne schuld und muss entsprechend etwas ändern. Die Fehler werden somit grundsätzlich nicht mehr aufgrund ihrer möglichen systemimmanenten Ursachen untersucht.

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