Globale Konzerne vs. nationale Regierungen – ein ungleicher Kampf

Kürzlich sah ich in der ARD-Mediathek die sehr interessante Reportage Geld regiert die Welt. Hierin wird über Finanzkonzerne, insbesondere den Branchengrößten BlackRock, berichtet, die kaum einer kennt, die aber mittlerweile über eine enorme Macht verfügen, die bis in den Alltag von vielen Menschen hereinreicht. Dabei wird deutlich, dass solche Unternehmen aufgrund ihres Netzwerkes untereinander und auch in die Politik hinein in einer Größenordnung agieren, die es Nationalstaaten kaum noch ermöglicht, als ernsthafte Gegenspieler zur Durchsetzung von Bevölkerungsinteressen aufzutreten.

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Leben in St. Pauli

Neulich wurde ich von einer Freundin, Michaela Schweers, gefragt, ob ich ihr für eine Arbeit im Rahmen ihres Masterstudiums an der School of Architecture Bremen ein paar Fragen zum Wohnen in St. Pauli beantworten könnte. Da der Stadtteil ja zurzeit aufgrund verschiedener Dinge – Gefahrengebiet, Esso-Häuser, Lampedusa-Flüchtlinge – nicht nur in Hamburg in aller Munde ist, dachte ich mir, dass meine Antworten ein interessanter Einblick in das Leben in St. Pauli sein könnten, anhand dessen eine Vorstellung vermittelt werden kann, wie sich der Stadtteil in den letzten Jahren gewandelt hat.

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Hitzlsperger und die Homophobie

Es gab ein großes mediales Echo, als Thomas Hitzlsperger letzte Woche verkündete, dass er homosexuell sei. Klar, Hitzlsperger ist ein fußballerisches Schwergwicht, immerhin 52-maliger deutscher Nationalspieler, davon einige Male als Kapitän, zahlreiche Spiele in der Bundesliga, vor allem für den VfB Stuttgart, und in europäischen ersten Ligen, hier in erster Linie für Aston Villa in England.

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Unglückliche kleine Egozentriker

Vor ein paar Wochen machte ein Interview mit dem Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff im Netz die Runde, welches dieser aufgrund des Erscheinens seines neuen Buchs SOS Kinderseele dem Schweizer Tages-Anzeiger gab. Hierin beschreibt Winterhoff eine aus seiner Sicht fatale Umkehr in der familiären Hierarchie, sodass Eltern nur noch als Bedürfniserfüller ihrer Kinder fungieren, was dazu führt, dass die Kinder erhebliche Entwicklungsdefizite aufweisen.

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Selbst schuld!

Der Mensch ist ein soziales Wesen, was sich schon aus seiner (und der seiner Vorfahren) ursprünglichen Lebensweise im Rudel ergibt. Leider geht der momentane Zeitgeist massiv in die Richtung, dass sich jeder nur noch als einzelverantwortliches Wesen wahrnimmt und auch so agiert. Solidarität, Empathie, Gemeinschaftssinn? Fehlanzeige! Wenn etwas nicht so läuft, wie es laufen soll, dann ist immer nur der Einzelne schuld und muss entsprechend etwas ändern. Die Fehler werden somit grundsätzlich nicht mehr aufgrund ihrer möglichen systemimmanenten Ursachen untersucht.

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Ute Scheub/Yvonne Kuschel: Beschissatlas

Weihnachten steht ja nun vor der Tür, und da möchte ich hier doch noch ein Buch empfehlen, das zu den besten gehört, die ich seit Langem gelesen haben: den Beschissatlas. Das klingt nun erst mal nicht besonders weihnachtlich, der Titel bringt aber recht gut auf den Punkt, worum es dabei geht: Wir werden andauernd beschissen, indem Fakten zu bestimmten Themen verdreht und verfälscht dargestellt werden. Zahlen und Fakten zu Ungerechtigkeiten in Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt – so der Untertitel des Buches, und genau darum geht es auch.

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