Mehr Unfalltote auf Deutschlands Straßen

Man hatte sich jahrelang an die gute Nachricht gewöhnt: Jahr für Jahr gab es in Deutschland weniger tödlich verunglückte Personen im Straßenverkehr. Klar, die Autos wurden ja auch immer sicherer, Airbags und Assistenzsystem, die Fahrer vor gefährlichen Situationen waren, haben an dieser Entwicklung sicher ihren Anteil. Seit 2014 ist nun allerdings zu beobachten, dass sich dieser Trend leider zwar langsam, aber merklich umkehrt, denn seitdem steigen die jährlichen Verkehrstotenzahlen wieder. Woran mag das liegen?

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Unsere destruktive Bequemlichkeit

Zwei Artikel, die ich in den letzten Tagen las, brachten mich auf ein Thema, das mich eigentlich schon länger umtreibt: die Bequemlichkeit, die unser Leben auszeichnet und die dazu führt, dass es Menschen woanders schlecht geht. Missstände werden schon von vielen ausgemacht, aber wenn es dann darum geht, daran etwas durch eigenes alltägliches Handeln zu verändern, dann ist schnell Schluss mit lustig.

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Ein kleines, aber bezeichnendes Erlebnis

Gerade eben war noch noch einmal zur Spätrunde mit meinem Hund draußen. Als ich die Davidstraße an einer Fußgängerampel überquerte, die grün für mich zeigte, kam aus der quer dazu verlaufenden Kastanienallee ein Auto, das rechts abbog und dabei meinen Weg kreuzte. Blöderweise schaute der Fahrer lieber in der Gegend umher, als auf mich und meinen Hund zu achten, sodass ich nur durch einen beherzten Satz zur Seite mit einem kräftigen Zug an der Leine uns beide in Sicherheit bringen konnte, wobei ich noch laut „Hey!“ rief, um irgendwie auf mich aufmerksam zu machen. Das, was nun als Reaktion des Fahrers erfolgte, ist sehr bezeichnend dafür, wie viele Deutsche mittlerweile ticken – und es ist leider auch auf alle möglichen anderen Bereiche und Situationen übertragbar, wenn man sich das generelle Verhaltensmuster dahinter betrachtet.

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Zeitgeistphänomen Konsumhektik

Im dritten Teil der Reihe von Zeitgeistphänomenen werde ich mich mit dem beschäftigen, was ich als Konsumhektik bezeichnen möchte. Hierunter verstehe ich, dass immer mehr in immer kürzeren Abständen und zu immer mehr Gelegenheiten gekauft und verbraucht wird, was m. E. sogar so weit geht, dass der Akt des Erwerbs mitunter im Vordergrund steht und gar nicht mal die Benutzung des erworbenen Gutes. Klingt erst mal ein wenig abstrakt? Ich glaube, ein paar Beispiele werden deutlich machen, worum es mir geht und wie sehr die Konsumhektik mittlerweile in den Alltag der meisten Deutschen Einzug gehalten hat.

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Zeitgeistphänomen Misstrauen

Vor Kurzem habe ich mich ja schon mal mit dem Zeitgeistphänomen Angeberei beschäftigt, jetzt möchte ich mich einer anderen zeittypischen menschlichen Verhaltensform zuwenden, dem Misstrauen. Dieses ist mittlerweile so dominant im Denken und Handeln vieler Menschen geworden, dass es mitunter schon fast paranoide Züge annimmt. Vor allem wird auf diese Weise von vielen das Schlechte als grundsätzlich angenommen, auch wenn ihnen gerade wirklich niemand etwas Böses will, sondern das Gegenteil der Fall ist.

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Zeitgeistphänomen Angeberei

Angeregt von meinem Artikel letzter Woche über die Empathielosigkeit der Deutschen, habe ich mir überlegt, eine kleine Serie von Phänomenen zu schildern, die unseren derzeitigen Zeitgeist in Deutschland prägen bzw. Ausdruck dessen sind. Dieser werden sich teilweise überschneiden und/oder bedingen bzw. beeinflussen, mitunter ähnliche Ursachen haben, in jedem Fall aber Symptome der heutige Zeit beschreiben mit dem Versuch, diese ein wenig einzuordnen.

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Der empathielose Deutsche

Vor einiger Zeit schrieb ich hier auf unterströmt ja schon mal einen Artikel zur zunehmenden Verrohung unserer Gesellschaft, und gerade jetzt manifestiert sich diese Entwicklung wieder mal massiv, sodass man als empathischer Mensch nur noch das Grausen bekommen kann: Im Umgang mit Griechenland zeigt die deutsche Politik, insbesondere in Person von Wolfgang Schäuble, gerade, dass menschliche Schicksale vollkommen egal sind, wenn es darum geht, auf die Einhaltung von Prinzipien zu bestehen. Und erschreckenderweise finde das auch noch viele Deutsche gut und richtig.

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Auto ummelden in Hamburg

Vor einigen Wochen war es so weit: Mein treuer Opel Corsa hat mit 15 Jahren, nachdem er acht Jahre davon mein Gefährt war, die Hürde TÜV nicht mehr geschafft, sodass ein neuer fahrbarer Untersatz hermusste. Dessen Beschaffung war dann auch nicht das Problem, doch dann musste der Wagen ja auch noch angemeldet werden. Und das war dann ein ziemlich unglaubliches Theater, das zeigt, dass der viel gepriesene „schlanke Staat“ vor allem mit Kosten und Erschwernissen für den Bürger verbunden ist.

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Moderne Götzen

In den letzten Jahren konnte ich feststellen, dass in Politik und Wirtschaft eine zunehmende Irrationalität um sich greift: Sachen, die augenfällig schieflaufen (zum Beispiel die den südeuropäischen Ländern aufoktroyierte Austeritätspolitik), werden weiter betrieben und als alternativlos bezeichnet – wobei es ja in einer Demokratie immer auch diskussionswürdige Alternativen geben sollte -, Politik löst sich immer mehr von Inhalten, sodass Menschen Parteien wählen, die genau gegen ihre eigenen Interessen handeln, und der Neoliberalismus ist ein unumstößliches Dogma geworden, auch wenn sein Scheitern überall zu beobachten ist (schrumpfendes Wachstum, steigende Arbeitslosenzahlen, stetig wachsende Ungleichheit, fortschreitende Zerstörung der Umwelt). Ein solches Beharren auf Standpunkten gegen jede Logik hat schon fast etwas Religiöses, und wenn man es genauer betrachtet, haben auch einige Dinge unseres Alltags quasi eine Götzenfunktion angenommen, die sie über ihre eigentliche Funktion hinaus erhöht – was einiges an Problemen schafft!

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